28.05.2019

6. Diversity-Tag in Oldenburg: Vielfalt braucht Mut – meinen!

Oldenburg. Der mittlerweile 6. Diversity-Tag in Oldenburg fand am Dienstag, 28. Mai, bei der EWE AG in der Alten Fleiwa statt. Ziel des Diversity-Tages ist die Förderung von Vielfalt in Unternehmen, sozialen oder kulturellen Einrichtungen und im öffentlichen Sektor. Zusammen mit dem CSD Nordwest e.V., dem Völklinger Kreis, dem Bündnis „Oldenburg will Inklusion!“ (OWI) und in diesem Jahr mit der EWE AG hat die Stadt Oldenburg erneut ein Zeichen für Vielfalt gesetzt.

„Wir erleben derzeit einen fundmentalen Wandel in der Energiebranche mit dem Ziel, eine klimaneutrale Zukunft zu gestalten. Dafür brauchen wir Innovationen, digitale Kompetenz und Vielfalt. Abgesehen davon, dass wir von Diversity als moralischem Wert überzeugt sind, ist die Vielfalt an Ideen, Meinungen und Herangehensweisen deshalb auch als Unternehmenswert nicht mehr wegzudenken“, sagte Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender von EWE. „Wir durchlaufen deshalb einen grundlegenden kulturellen Veränderungsprozess, um diese Vielfalt im EWE-Konzern zu verankern“, fügte Marion Rövekamp, Vorständin Personal & Recht, hinzu.

Acht neue Unternehmen haben in diesem Jahr die Charta der Vielfalt unterzeichnet.
Für Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist dies ein klares Bekenntnis zu einer toleranten und vielfältigen Stadtgesellschaft, die großen Wert auf Teilhabe legt: „Dieses Engagement trägt dazu bei, damit Diskriminierung, Ausgrenzung und Respektlosigkeit keinen Raum bekommen. Das gilt am Arbeitsplatz genauso wie in der Öffentlichkeit oder im privaten Bereich. Diversity heißt für uns als Stadt, die Potentiale aller Menschen in unserer Gesellschaft ernst zu nehmen und Teilhabe zu ermöglichen.“

Beim Oldenburger Diversity-Tag bleibt es aber nicht bei der symbolischen Unterzeichnung der Charta: Fast alle Unternehmen treffen sich zweimal im Jahr im Diversity-Netzwerk. Newcomer bekommen von Erfahrenen solidarisch Unterstützung beim Aufbau ihres Diversity-Managements.

„Wir müssen Vielfältigkeit als Motor für Entwicklung und Innovation begreifen, und genau deshalb niemanden aufgrund des Geschlechts, des Alters, der Hautfarbe, Religion, Herkunft, Behinderung, sexueller Orientierung oder Identität ausschließen“, sagte Susanne Jungkunz von der Stadt Oldenburg. Im Rahmen des 6. Oldenburger Diversity-Tages unterzeichneten weitere Unternehmen und Einrichtungen die Charta der Vielfalt, um ein Zeichen für die Förderung und Wertschätzung von Vielfalt im eigenen Unternehmen zu setzen. Dies sind: brille24 GmbH, Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Oldenburg e.V., Dienstleistungs-Zentrum-Oldenburg GmbH & Co. KG, WAYDO GmbH, Gebäudesicherheit Nord GmbH, Jugend und Arbeit GmbH, Landessparkasse zu Oldenburg, Weltenretter UG.

Nach der Eröffnung durch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und die EWE-Vorstände Stefan Dohler und Marin Rövekamp fand unter dem Motto „Vielfalt braucht Mut – meinen!“ ein interaktives Format statt. Die Anwesenden mussten sich mutig und öffentlich zu Fragen bekennen wie „Wer hat Schule, Ausbildung oder Studium abgebrochen?“, oder „Wer ist bereits Opfer von Ausgrenzung, Diskriminierung oder Gewalt geworden?“