31.07.2014

Absterbende Bäume auf Schulhöfen werden gefällt

Oldenburg. Kein Zeitpunkt ist besser geeignet als die Sommerferien, um unwiderbringlich erkrankte Bäume auf Schulhöfen im Rahmen der vorbeugenden Gefahrenabwehr zu fällen. Zum einen sind die Schulhöfe kaum frequentiert, sodass ein erhöhtes Maß an Sicherheit während der Fällung herrscht. Auch wird der Schulbetrieb durch die teils lärmintensiven Arbeiten nicht beeinträchtigt. Andererseits ist die Brut- und Setzzeit seit dem 15. Juli vorüber, in der Bäume zum Schutz brütender Vögel nur in besonderen Ausnahmefällen – etwa mit Genehmigung zur unmittelbaren Gefahrenabwehr – gefällt werden dürfen. Auch mit Blick auf den Paragraphen 39 des Bundesnaturschutzgesetzes sind die Fällungen in den Sommerferien erlaubt, weil öffentliche, begrünte und bewirtschaftete Schulhöfe als gärtnerisch geprägte Grundflächen unter den Erlass des niedersächsischen Umweltschutzministeriums vom März 2010 fallen und somit keinen erhöhten Schutz nach § 39 bis zum 30. September genießen.

Ein weiterer Grund für den seit Jahren bewährten Zeitraum zur Fällung stark erkrankter Bäume auf öffentlichen Schulhöfen: Die Arbeiten kollidierenden nicht mit anderen jährlich wiederkehrenden Arbeiten. Jeden Herbst führt die Stadt verstärkt verkehrssichernde Schnittmaßnahmen im öffentlichen Straßenbaumbestand durch; vor dem Winter finden größere Baumpflanzaktionen statt. Insgesamt pflegt und begutachtet die Stadt rund 70.000 Bäume im Straßenverkehrsraum und auf weiteren öffentlichen Flächen. Alle Bäume auf Schulgrundstücken wurden von den Stadtgärtnern in den letzten Wochen eingehend geprüft. Leichte Schäden werden durch baumpflegerische Maßnahmen beseitigt. Bei Mängeln und Anzeichen auf schwerwiegende Erkrankungen des Baumes wird die Untersuchung ausgeweitet, indem beispielsweise durch eine Bohrwiderstandsmessung der Grad der Holzzersetzung im Inneren des Stammes ermittelt wird.

Als Ergebnis der bisherigen Untersuchung müssen 14 Bäume im Rahmen der vorbeugenden Gefahrenabwehr auf Schulgrundstücken gefällt werden. Die Bandbreite der zu fällenden Bäume reicht von der weitgehend abgestorbenen, etwa 17 Meter hohen Kastanie beziehungsweise dem ausbruchgefährdeten Ahorn am Schulzentrum Osternburg bis zur toten, rund 15 Meter hohen Fichte an der Grundschule Alexandersfeld.