27.04.2018

Beim Thema Inklusion sind alle gefragt

Oldenburg. Es gibt sicher einfachere Begriffe als „Inklusion“. Man hört ihn oft in Zusammenhang mit Schule und Bildung, tatsächlich aber ist Inklusion ein Thema, das alle betrifft.  Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazugehört. Egal, wie jemand aussieht, welche Hautfarbe er oder sie hat, welche Sprache gesprochen wird oder ob man eine Behinderung hat. Alle können mitmachen. Dieses Bewusstsein soll ein Ideenwettbewerb transportieren, zu dem die Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg aufruft. „Inklusion? Was hat das mit mir zu tun?“ lautet das Motto.

Gesucht werden ab sofort Fotos, Bilder, Plakate, Collagen, Texte, Songs und Filme – der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. „Wir sind offen für alle Ideen“, sagt Lena Haddenhorst von der Fachstelle Inklusion. Die Einsendungen können sich mit Fragen beschäftigen wie „Was heißt es, eine Stadt für alle zu sein?“, „Wie sieht meine Vision von Inklusion aus?“ oder „Wie bekommen wir die Barrieren aus den Köpfen?“. Die Ergebnisse aus dem Ideenwettbewerb sollen in eine stadtweite Kampagne zum Thema Inklusion einfließen. Diese Kampagne soll Anfang 2019 starten.

Vorschläge können bis zum 30. September 2018 per E-Mail an inklusion@stadt-oldenburg.de, per Post (Fachstelle Inklusion, Pferdemarkt 14, 26105 Oldenburg) oder persönlich eingereicht werden – entweder als Ideenskizze (auf maximal drei DIN A4-Seiten) oder als erstelltes Produkt (Plakat, Film oder ähnliches). Zur Teilnahme aufgerufen sind Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Familien, Schulklassen, Kindertagesstätten-Gruppen, Betriebe, Werbeagenturen, Fotografinnen und Fotografen, Studierende, Jung und Alt, Groß und Klein – eben alle.

Die Einsendungen werden von einer Jury gesichtet und im Herbst 2018 ausgewählt. Zur Jury gehören Sozialdezernentin Dagmar Sachse, Prof. Dr. Holger Lindemann (Medical School Berlin), zwei Mitglieder aus der Steuerungsgruppe Inklusion und eine Person aus der Kreativwirtschaft. Die Gewinner haben die Möglichkeit, den Prozess der Umsetzung zu begleiten. Denkbar ist auch, dass aus mehreren Ideen und Einsendungen etwas Gemeinsames entsteht – ganz im Sinne von Inklusion also.