25.08.2016

Beratungstag für Verfolgte der DDR-Diktatur

Oldenburg. Ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall und der deutschen Wiedervereinigung leben auch in Niedersachsen zahlreiche Opfer des SED-Regimes. Um möglichst viele Betroffene über bestehende Hilfs- und Leistungsangebote zu informieren, organisiert das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport regelmäßig Beratungstage.
Die Beratungen werden von fachkompetenten Vertreterinnen und Vertretern der Opferverbände und des Niedersächsischen Netzwerks für SED- und Stasiopfer sowie von Fachleuten aus Sachsen-Anhalt unterstützt. Einige dieser Berater waren selbst Opfer der Diktatur in der DDR.
Der nächste Beratungstag findet am Dienstag, 6. September, von 10 Uhr bis 15 Uhr, im Neuen Rathaus, Pferdemarkt 14, Besprechungsraum 1, statt.

Betroffene können sich bei der Veranstaltung unter anderem über Rehabilitierungsmöglichkeiten auf Grundlage der SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen des Bundes informieren.
Zudem besteht die Möglichkeit, Anträge auf Einsichtnahme in die Unterlagen des Staatssicher-heitsdienstes der ehemaligen DDR gegen Vorlage des Personalausweises zu stellen oder sich zur Antragstellung beraten zu lassen. Eine Voranmeldung zu einer Beratung ist nicht notwendig. Anträge auf Rehabilitierung können noch bis zum 31. Dezember 2019 gestellt werden.
Telefonische Rückfragen sind an den jeweiligen Beratungstagen während der Sprechzeiten unter der Telefonnummer 0441 235-3585 möglich. Die Räume sind barrierefrei erreichbar.