03.08.2015

Bürgerbeteiligung zur Entwicklung des Fliegerhorstes großer Erfolg

Oldenburg. Mehr als 1.000 Ideen, weit mehr als 1.500 Teilnehmende der Fahrradtouren, ebenso viele Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung, insgesamt 155 Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler sowie Experten an fünf Tagen in der Stadtwerkstatt im ehemaligen Kasino auf dem Fliegerhorst – diese Zahlen verdeutlichen erneut, wie groß das Interesse der Oldenbürgerinnen und Oldenbürger an der zukünftigen Entwicklung dieses Stadtteils ist.

„Die gemeinsame Entwicklung des Fliegerhorstes zu einem neuen Stadtteil ist eine große Chance für Oldenburg. Besonders dankbar bin ich für das von den Bürgerinnen und Bürgern gezeigte Interesse und Engagement. Hier wurde bewiesen, wie eine konkrete Einbindung in Planungsprozesse gute Ergebnisse liefern kann. Davon können auch zukünftige Projekte profitieren“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Bereits in der ersten Ideenphase wurden vielfältige Vorschläge zur sportlichen, kulturellen und wohnungswirtschaftlichen Nutzung des Areals eingereicht. Die beteiligten Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler sowie die Interessenverbände haben diese Vorschläge in der Stadtwerkstatt im Juni diskutiert und weiterentwickelt. Die nun veröffentlichte Gesamtdokumentation vereint die Rahmenbedingungen des Fliegerhorsts, die Vorschläge aus der Ideenphase (Teil A) sowie die Ergebnisse und Abläufe der Stadtwerkstatt (Teil B). Sie kann ab sofort unter www.oldenburg.de/fliegerhorst unter dem Menüpunkt „Bibliothek“ heruntergeladen werden oder als Druckexemplar per E-Mail an fliegerhorst@stadt-oldenburg.de sowie telefonisch unter 0441 235-4444 gegen eine Gebühr von 15 Euro angefordert werden. Die Ergebnisse werden als Empfehlungen bei der Erstellung des Zukunftsplans 2030+ (Masterplan) berücksichtigt, sodass daraus Szenarien für die weitere Entwicklung des Stadtteils geformt werden können. Ab 2016 sollen auf dieser Grundlage und unter weiterer Beteiligung der Öffentlichkeit schrittweise Bauleitpläne für das Areal erarbeitet werden.

Ergebnisse umfassen verschiedenste Lebensbereiche
Die Ergebnisse der Werkräume im Rahmen der Stadtwerkstatt umfassen nahezu alle Lebensbereiche: So haben sich die Teilnehmenden mit den Themen Wohnformen und Architektur, Freizeit, Erholung und Natur, Stadtteil-Identität, Verflechtung mit den umgebenden Stadtteilen, sozialer Durchmischung und Gewerbeansiedlungen beschäftigt. So ist man sich beispielsweise einig, dass bestehende Strukturen, die den Charakter des Fliegerhorstes ausmachen, erhalten werden sollen. Es soll gemeinsame Stadtteilzentren und Erholungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen und Nationalitäten geben. Wohnviertel, Freizeitzonen und Gewerbe könnten anhand einer Laut-Leise-Achse angesiedelt werden. Die Verkehrsinfrastruktur soll möglichst autoarme oder sogar autofreie Zonen vor allem in Wohngebieten beinhalten und vor allem auch die Bedürfnisse von Radfahrerinnen und Radfahrern und Fußgängern berücksichtigen. Schließlich wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger, dass sie auch in Zukunft in die Planungsprozesse eingebunden werden. Alle Ergebnisse sind in der Dokumentation nachzulesen.