27.03.2014

Das Projekt „abgedreht?!“ wird aufgedreht

Oldenburg. Im November dieses Jahres soll es einen stadtweiten Aktionstag für Schulen, interessierte Unternehmen und Institutionen geben, an dem unter dem Motto „Oldenburg dreht ab!“ eine Stunde lang der Strom und eventuell die Heizung abgeschaltet und ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt werden soll. Dies beschlossen Lehrerinnen und Lehrer von Oldenburger Schulen bei einem Treffen am 26. März im Kulturzentrum PFL, bei dem es um neue Aktionen und gemeinsame Projekte für das Energiesparen und den gelebten Klimaschutz im Schulalltag ging.

„Weil es in dieser Zeit dunkel in den Klassenräumen sein wird, die Pausenklingel und vieles andere nicht funktioniert, sieht der Unterricht ganz anders aus als herkömmlich – vielleicht bei Kerzenlicht. Dadurch entsteht ein lebendiger Anknüpfungspunkt, um sich mit dem Themenfeld Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Gleichzeitig erleben die Kinder und Jugendlichen, dass umweltfreundliches Verhalten viel Spaß machen kann“, erläutert Christel Sahr vom Regionalen Umweltbildungszentrum Oldenburg (RUZ Oldenburg). Die Idee stammt aus Bremerhaven, wo in den letzten Jahren bereits in dem Energiesparprojekt 3/4plus ähnliche Aktionstage stattgefunden haben.

Zur Veranstaltung im Kulturzentrum PFL hatten die Niedersächsische Landesschulbehörde und das Umweltbildungszentrum für die Stadt Oldenburg alle Schulen in Oldenburg eingeladen, um dem seit 1997 sehr erfolgreichen Prämiensparprojekt „abgedreht?!“ durch Vernetzung zusätzliche motivierende Impulse zu geben. Aktuell nehmen 33 Oldenburger Schulen an diesem städtischen Projekt teil und sparen durch nichtinvestive Maßnahmen nicht nur viel Geld, sondern auch Kohlendioxid ein. An jeder Schule gibt es eine Energiegruppe und Energiesheriffs, die zum Beispiel auf effizientes Lüften, die richtige Raumtemperatur oder auf die Beschriftung der Lichtschalter achten. Bis zu 40 Prozent der so eingesparten Energiekosten werden an die Schule ausgeschüttet. Ein weiteres Ergebnis des Treffens war die Planung eines Fachtages für Grundschulen, an dem pädagogische Ideen zum Energiesparen ausgetauscht und ein stadtweites Grundschulkonzept für die Integration des Themenfeldes in den Lehrplan erarbeitet werden soll.