02.12.2016

Empathie, Toleranz und eigene Werte

Oldenburg. Am Freitag, 9. Dezember, zeigen Schülerinnen und Schüler des Bildungszentrums für Technik und Gestaltung Oldenburg in der Aula der Carl von Ossietzky Universität, Ammerländer Heerstraße 114-118,  um 19.30 Uhr die Performance des Theaterstücks „Zwischen Welten – glauben, anders glauben, nicht glauben“. Das Stück ist nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema der religiösen Vielfalt heute in Bezug zur Reformationszeit entstanden.

Unterstützt in ihren Erkundungen wurden die Jugendlichen von den Historikern Dr. Jessica Cronshagen und Frank Marquard mit ihren Studentinnen und Studenten der Universität Oldenburg sowie von Dr. Antje Sander, Direktorin des Schlossmuseums in Jever, und ihrem Kollegen Stephan Horschitz.

Angeleitet durch die Theaterpädagogin Gina Schumm vom Verein Jugendkulturarbeit, dem Oldenburger Schauspieler Ulf Goerges und ihrer Lehrerin Margit Ostern haben die Schülerinnen und Schüler ihre Erkenntnisse in ein aufregendes Theatererlebnis übersetzt. Darin geht es ihnen vor allem um die eigene aktuelle Lebenswirklichkeit und die Frage: Woran glauben wir und inwieweit bestimmt Religion unser Leben?

„Am Beispiel der Geschichte des kleinen Ortes Neustadtgödens wurde den Jugendlichen deutlich, welch wesentliche Voraussetzung Toleranz dafür ist, dass von verschiedenen Religionsgemeinschaften geprägte Gesellschaften konfliktfrei und erfolgreich sein können“, sagt Paula von Sydow vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg. Vor vier Jahrhunderten lebten an diesem Ort im Landkreis Friesland Katholiken, Lutheraner, Mennoniten, Juden und Reformierte in Wohlstand und Frieden miteinander.

Dieser regionalen Erfolgsgeschichte von Reformation und religiöser Toleranz waren die Schülerinnen und Schüler vor Ort auf der Spur, haben geforscht, mit Experten diskutiert und Fragen für Gegenwart und Zukunft entwickelt: In welcher Wechselwirkung stehen kulturelle Vielfalt, religiöse Toleranz und ökonomische Faktoren?  Wie beeinflusst religiöser Glaube die für gesellschaftliches Miteinander notwendige Toleranz?

Ein Projekt des Kulturbüros der Stadt Oldenburg mit Unterstützung von „Freiheitsraum Reformation“ (www.freiheitsraumreformation.de) und Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.