19.06.2020

Erhöhte Nachfrage nach IT-Dienstleistungen

Oldenburg. Die Mitglieder des IT-Netzwerks Oldenburg sind per Videokonferenz zu einem Austausch über die Folgen der Corona-Pandemie zusammengekommen. Die gute Nachricht: Die ökonomischen Auswirkungen sind in der Branche bisher als glimpflich zu bezeichnen. Gerade die ersten Wochen haben bei einigen Netzwerk-Mitgliedern zu einer erhöhten Nachfrage nach Lösungen für den Homeoffice-Bereich und für die elektronische Kundenerreichbarkeit geführt. Zudem gab es einen erhöhten Bedarf nach Softwarelösungen, zum Beispiel im Kontext von Kurzarbeitergeld.

Eine verringerte Nachfrage nach IT-Dienstleistungen kommt hingegen aus dem Sozialbereich. Zudem zeichnet sich deutlich ab, dass die Industrie sich vor dem Hintergrund der unsicheren Exportlage bei Aufträgen deutlich zurückhält. Ausgenommen hiervon sind jedoch die regulierten Bereiche der Energiebranche und die europäischen Neuentwicklungen im Segment des autonomen Fahrens.

Viele Netzwerkmitglieder haben noch einen Großteil ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Homeoffice beschäftigt. Für die in den Unternehmen verbliebenen Beschäftigten gelten weiterhin strikte Hygieneregeln. Prinzipiell gibt es eine positive Bewertung zu der Arbeit im Homeoffice. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vermissen jedoch zunehmend den persönlichen Kontakt. Die Erfahrung der vergangenen Monate hat auch gezeigt, dass Homeoffice zu einer Verringerung kreativer Zusammenarbeit führt. Die Netzwerkmitglieder wollen gemeinsam hierfür IT-basierte Lösungen finden, um dieses auszugleichen. Benötigt werden kollaborative Werkzeuge mit mehr Interaktivität.

An der Videokonferenz nahm auch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann teil. Für ihn waren die Informationen aus erster Hand sehr hilfreich.

Trotz Corona hat das Netzwerk weiterhin das Thema Halten und Gewinnen von Fachkräften auf der Agenda. Ein sich im Aufbau befindender Internetauftritt soll dafür künftig verstärkt genutzt werden.

Gegründet wurde das IT-Netzwerk Oldenburg im Mai 2019. Oldenburg ist zwar schon lange ein starker IT-Standort, aber die Partner im Netzwerk haben erkannt, dass man gemeinsam noch viel mehr erreichen kann: Fachkräfte überregional gewinnen, den IT-Campus auf den Weg bringen, die Stadt im Standortwettbewerb noch besser positionieren.

Zu den Partnern des IT-Netzwerkes Oldenburg gehören: Biss Gesellschaft für Büroinformationssysteme mbH, BTC AG, CEWE Stiftung & Co. KGaA, ise Individuelle Software und Elektronik GmbH, Kisters AG, Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg KDO, Lufthansa Industry Solutions GmbH & Co. KG, OFFIS e.V., OPEN KNOWLEDGE GmbH, Stadt Oldenburg, VRG-Unternehmensgruppe und worldiety GmbH. Das IT-Netzwerk ist für die Mitarbeit weiterer Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen offen.

Kontaktmöglichkeit besteht über das städtische Amt für Wirtschaftsförderung. Als Ansprechpartner steht Roland Hentschel (E-Mail: roland.hentschel@stadt-oldenburg.de, Telefon 0441 235-3200) zur Verfügung.