29.12.2020

Fliegerhorst 2020: Infrastruktur entwickelt und erste Häuser bewohnt

Oldenburg. Der Fliegerhorst wird mehr und mehr vom Bau- zum Wohngebiet. So sind die ersten Bewohnerinnen und Bewohner im ersten Bauabschnitt am Mittelweg bereits in ihre Häuser eingezogen. In diesem Bereich sind alle Grundstücke vermarktet und viele der geplanten Gebäude befinden sich im Rohbau. Darunter auch die neue Kindertagesstätte der katholischen Kirchengemeinde St. Marien. Sie soll im Frühjahr 2021 eröffnen.

„Das Jahr 2020 war sehr bedeutsam für die Entwicklung des Geländes. Wir haben die Infrastruktur vorangebracht, wichtige Entscheidungen getroffen und die ersten Häuser sind nicht nur gebaut sondern inzwischen auch bewohnt“, freut sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Auch unter ökologischen Aspekten ist auf dem Gelände viel erreicht worden. Ein ursprünglich verrohrter Abschnitt von 230 Metern der Ofenerdieker Bäke wurde im Zuge der Entwicklung des Fliegerhorstes renaturiert, um Überschwemmungen vorzubeugen. So nimmt die Ofenerdieker Bäke eine zentrale Rolle bei der Entwässerung des Stadtnordens ein. Darüber hinaus dient die Bäke auch der Naherholung, der Biotopvernetzung und schafft neuen Lebensraum für Amphibien.

Zudem fiel im September 2020 mit der Übergabe der Flächen an die Wohnungsgesellschaft GSG OLDENBURG der Startschuss für das innovative und klimafreundliche Quartier Helleheide im nördlichen Teil des Fliegerhorstes. Und auch beim größten Bauabschnitt auf dem Fliegerhorst, dem Baugebiet an der Alexanderstraße, gab es Fortschritte. Im Winter 2020 startete die Stadt mit der Vermarktung der ersten Grundstücke. Auf den angebotenen Flächen sollen schon bald Mehrfamilienhäuser entstehen.

2. März 2020
Die Stadtverwaltung startet einen Ideenwettbewerb zum ehemaligen Offizierskasino auf dem Fliegerhorst. Gesucht werden realisierbare Konzepte zur Nutzung des historischen Gebäudes aus den 1930er Jahren und des dazugehörigen Grundstückes. „Alle uns derzeit vorliegenden Konzepte sehen einen Erhalt des Offizierskasinos vor, was konkret dort passieren soll, können wir hoffentlich in den ersten Monaten des neuen Jahres entscheiden“, sagt Oberbürgermeister Krogmann.

30. April 2020
Start der sechswöchigen Auslegung der Bebauungspläne für den Bauabschnitt N-777 G. Er umfasst ein Dienstleistungs- und Gewerbegebiet sowie die Entlastungsstraße. Die Straße sowie ein Fuß- und Radweg sollen die Alexanderstraße mit der Ammerländer Heerstraße verbinden. Das Verkehrsaufkommen, das durch den neuen Stadtteil mit seinen rund 3.000 Bewohnerinnen und Bewohner sowie durch das Gewerbegebiet entsteht, erfordert den Straßenbau.

3. Juli 2020
22 Mitglieder des Rates der Stadt Oldenburg folgen der Einladung von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zu einer Fahrradführung über den Fliegerhorst. Sie bekommen umfangreiche Informationen zum aktuellen Stand.

5. September 2020
Mit dem Fahrrad den Fliegerhorst erkunden. Das Angebot der Stadt nehmen rund 175 Besucherinnen und Besucher an. Wegen der Corona-Bestimmungen kann nur eine begrenzte Anzahl Menschen an den Touren teilnehmen.

28. September 2020
Die Mehrheit des Rates der Stadt Oldenburg beschließt den Bebauungsplan N-777 G sowie die entsprechende Änderungen des Flächennutzungsplanes. Damit wird der Verlauf der Entlastungsstraße sowie der Bau eines Gewerbegebietes auf dem Fliegerhorst planungsrechtlich festgesetzt. Der öffentliche Nahverkehr wird die Route mit einer Buslinie bedienen, ein Radweg ist ebenfalls vorgesehen.

September 2020
Im September erfolgt die Übergabe der Flächen für das innovative und klimafreundliche Wohnquartier Helleheide auf dem Fliegerhorst durch die Stadt Oldenburg an die Wohnungsgesellschaft GSG OLDENBURG. Coronabedingt kam es bei der Kampfmittelsondierung auf der Fläche zu einer fünfmonatigen Verzögerung. Bis Ende 2024 wird die GSG OLDENBURG das vier Hektar große Quartier Helleheide in zwei Bauabschnitten mit rund 230 Wohneinheiten, einer Quartiersgarage und einer vierzügigen Kindertagesstätte errichten.

September bis November 2020
Die von der Stadt angebotenen Fliegerhorst-Schneidebretter sind ein Verkaufsschlager und schon nach wenigen Wochen so gut wie ausverkauft. Die Brettchen sind aus dem Holz von Birken hergestellt, die wegen der Kampfmittelsondierung auf dem Fliegerhorst gefällt werden mussten. Jedes Brettchen ist ein Unikat, ihre Stückzahl ist limitiert. Mit dem Verkaufserlös wird die Anpflanzung neuer Bäume auf dem Fliegerhorst finanziert.


Insgesamt sollen auf dem Fliegerhorst-Gelände etwa 1.000 Wohneinheiten, Kitas und eine Grundschule entstehen. Im neuen Stadtteil werden etwa 3.000 Menschen leben.

Ratsmitglieder und Oberbürgermeister Krogmann schauen sich den Baufortschritt an. Foto: Sascha Stüber
Sascha Stüber
Luftbild vom Fliegerhorst. Foto: Stadt Oldenburg
Stadt Oldenburg