29.09.2014

Flüchtlingsunterkünfte: Keine Verdachtsmomente für Übergriffe

Oldenburg. Die Stadt Oldenburg führt ab sofort eine außerordentliche Revision der Betreuungs- und Wachdienste in ihren Flüchtlingsunterkünften durch. Hintergrund sind die erschreckenden Übergriffe durch Wachpersonal in einer Flüchtlingsunterkunft im nordhein-westfälischen Burbach, über die in den Medien seit dem Wochenende zum Sonntag, 28. September, berichtet wird. Die Stadt Oldenburg hat die Betreibung ihrer drei Flüchtlingsunterkünfte an die Firma European Homecare (EHC) vergeben, die ebenfalls in Burbach die Betreibung innehat. Wie in Burbach hat EHC die Wachdienste auch in Oldenburg an die in die Kritik geratene Firma SKI Sicherheitsdienste mbH vergeben. In Oldenburg gibt es keine Verdachtsmomente für Übergriffe. EHC berichtet in Oldenburg regelmäßig an die Stadt über die Situation in den drei Unterkünften – die Stadt selbst ist regelmäßig persönlich in den Einrichtungen vor Ort. Vertragsänderungen mit EHC behält sich die Stadt mit Blick auf die Revisionsergebnisse vor. Die Stadt hatte die Betreibung durch öffentliche Ausschreibungsverfahren an EHC vergeben. Bis Sommer 2011 existierte in Oldenburg eine zentrale Aufnahmestelle des Landes Niedersachsen. Kommunale Gemeinschaftsunterkünfte gibt es seit Oktober 2011.