26.04.2019

Für eine mutige und freudige Gestaltung des Alter(n)s

Oldenburg. Wie möchten Oldenburgerinnen und Oldenburger ihr Leben im Alter gestalten? Mit Sicherheit kreativ und lebendig! Denn egal ob Silver, Best, Golden oder High Ager – Kunst und Kultur gehören auch im Alter unbedingt zu einem sinnerfüllten Leben dazu. Deshalb soll es bei „blue OL“, einem neuen Kulturfestival für Menschen ab 55, vom 23. bis 26. Mai vier Tage lang um eine mutige und freudige Gestaltung des eigenen Alter(n)s und der alternden Gesellschaft gehen. Workshops, Konzerte, Tanz, Theater, Lesung – das Beste aus allen Kunstsparten wird geboten.

„blue OL. Kulturfestival 55+“ findet statt in und vor dem Caritas-Seniorentreffpunkt im Pavillon, Scheideweg 100, und auf dem umliegenden Parkplatz des famila-Centers Scheideweg. Das Festival wird veranstaltet vom Caritas-Landesverband Oldenburg-Ammerland e.V. in Kooperation mit dem Kulturbüro und der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Oldenburg. Förderer sind die Marius Eriksen Stiftung, die Friedrich- und Hedwig-Eilers-Stiftung und die Oldenburger Bürgerstiftung. Auch das famila-Center Scheideweg unterstützt das Festival. Schirmherr ist Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Oldenburg ist ein guter Platz, um alt zu werden“, ist Krogmann überzeugt. „Kultur kennt keine Altersgrenzen – das zeigt dieses Festival ganz deutlich. Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur ist für viele ältere Menschen ein Schlüssel zu sozialer Teilhabe und höherer Lebensqualität.“

Das Programmheft zu „blue OL. Kulturfestival 55+“ liegt druckfrisch vor. Ab sofort können sich Interessierte ab 55 anmelden und sich einen Platz in ihrem Lieblingsworkshop sichern. Man kann aber auch spontan vorbei kommen und mitmachen. Die Möglichkeit zur Anmeldung, weitere Infos und Kontakt gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/kulturelle-bildung, per Telefon 0441 235-2319 oder per E-Mail an kulturellebildung@stadt-oldenburg.de

Der Name „blue OL. Kulturfestival 55+“ bezieht sich auf die so genannten „Blaue Zonen“ („Blue Zones“) auf der Erde. So werden Orte bezeichnet, an denen überdurchschnittlich viele Menschen sehr alt werden – und das bei guter Gesundheit, sozialer Einbindung und subjektivem Wohlbefinden. Weltweit hat man bislang fünf „Blaue Zonen“ entdeckt. „blue OL“ möchte eine weitere werden. Inhaltlich geht es darum, ein bedarfsgerechtes Kulturangebot für die wachsende Bevölkerungsgruppe über 55 Jahren bis hin zur Hochaltrigkeit sowie Perspektiven für ein lebenswertes Alter mit Kunst und Kultur zu entwickeln. Das Festival fungiert hierzu als Wegbereiter und zudem als Auftaktveranstaltung für die Entwicklung eines kulturgeragogischen Netzwerkes in Oldenburg.

Es geht um eine konsequente Orientierung an den Wünschen und Bedarfen älterer Menschen im Sozialraum, um die kulturelle Teilhabe und (Nah)Versorgung der Älteren durch dezentrale, quartiersbezogene und aufsuchende Angebote. Die Stiftung von individuellem Sinn und Nutzen, die größtmögliche Aufrechterhaltung der Autonomie und Lebensqualität der Älteren sind ebenfalls Ziele des Festivals. Nicht nur die gesundheitlich fitten und finanziell gut situierten Menschen über 55 bilden die Zielgruppe. Eingeschlossen sind ausdrücklich auch Menschen mit Beeinträchtigungen und abnehmender Mobilität, wie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und Besucherinnen und Besucher von Tagespflegeinrichtungen. Sogar bettlägerige Patientinnen und Patienten sollen nicht außen vor gelassen werden. Ein sogenanntes „Residenzprojekt“ bezieht auch sie mit ein.

Entscheidend für all diese Angebote ist das Prinzip der Partizipation. Die Zielgruppe 55+ konnte sich bereits an der Planung von „blue OL“ beteiligen. Man konnte eigene Programmpunkte einbringen oder Wünsche und Bedarfe an Angeboten mitteilen. Eine Befragung der Zielgruppe mittels Handzetteln brachte einen regen Rücklauf. Die Ergebnisse flossen in die Programmentwicklung mit ein.

Laden zum Kulturfestival „blue OL“ ein: (von links) Christiane Maaß (Kulturbüro Stadt Oldenburg), Dagmar Thieß (Caritas) und Hans-Dieter Remmers (Kulturbüro Stadt Oldenburg). Foto: Stadt Oldenburg
Laden zum Kulturfestival „blue OL“ ein: (von links) Christiane Maaß (Kulturbüro Stadt Oldenburg), Dagmar Thieß (Caritas) und Hans-Dieter Remmers (Kulturbüro Stadt Oldenburg). Foto: Stadt Oldenburg