27.11.2019

Gegen die Strukturen der Welt und für die Freiheit

Oldenburg. Am Sonntag, 8. Dezember, präsentiert die Schriftstellerin Karen Köhler ihr aktuelles Buch „Miroloi“ in der Reihe LiteraTour Nord. Um 11 Uhr liest sie im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, und spricht mit dem Literaturwissenschaftler Lars Korten über den Roman. Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf über die Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und unter Telefon 0441 71677.

2014 erschien Karen Köhlers viel beachteter Erzählungsband „Wir haben Raketen geangelt“. Jetzt veröffentlichte sie ihren ersten Roman: „Miroloi“ lautet der Titel und bedeutet auf Griechisch so viel wie „Klagelied“. Er stand auf der diesjährigen Longlist zum Deutschen Buchpreis und erzählt von einer jungen Frau, die als Findelkind in einem abgeschirmten Dorf aufwächst. Hier haben Männer das Sagen, Frauen dürfen nicht lesen, Tradition und heilige Gesetze lasten auf allem. „Miroloi“ zeigt, was passiert, wenn man sich in einer solchen Gesellschaft als Außenseiterin gegen alle Regeln stellt, heimlich lesen lernt, sich verliebt. Karen Köhler schildert voller Hingabe, Neugier und Wut auf die Verhältnisse eine Geschichte, die an jedem Ort und zu jeder Zeit spielen könnte, von einer Frau, die sich gegen die Strukturen ihrer Welt und für die Freiheit auflehnt.

Karen Köhler studierte Schauspiel und arbeitete zwölf Jahre am Theater. Heute schreibt sie Drehbücher, Prosa und Theaterstücke, die bei zahlreichen Bühnen auf dem Spielplan stehen. 2017 erhielt sie für ihren Roman „Miroloi“ ein Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung, 2018 das Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds. Sie lebt in Hamburg.

Karen Köhler liest bei der LiteraTour Nord aus ihrem Buch "Miroloi". Foto: Christian Rothe
Karen Köhler liest bei der LiteraTour Nord aus ihrem Buch "Miroloi". Foto: Christian Rothe