31.05.2018

Gespenster der Familiengeschichte

Oldenburg. Verena Luekens kraftvolles Romandebüt „Alles zählt“ wurde vom Feuilleton aufs Höchste gelobt. Jetzt ist unter dem Titel „Anderswo“ ihr zweiter Roman erschienen, in dem sich eine Frau den Gespenstern der eigenen Familiengeschichte stellt und sich auf die Suche nach den Lebensspuren ihres verstorbenen Vaters begibt. Am Dienstag, 12. Juni, stellt die Schriftstellerin das Buch im Programm des Literaturbüros vor. Die Lesung im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 beginnt um 19.30 Uhr und wird von der Literaturwissenschaftlerin Gabriela Paterson moderiert. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können online unter www.wilhelm13.de und telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro vorbestellt werden.

Mit großer Eleganz erzählt Verena Lueken die Geschichte einer starken Frau, die ein rastloses Leben führt, das Unterwegssein ist ihr Normalzustand. Sie arbeitet als Reisejournalistin, die frühen Sommerwochen verbringt sie meist in New York. Eine Beerdigung lässt unerwartet alte Wunden aufbrechen. Erinnerungen an den Vater werden wach, doch das eigentlich Schmerzhafte ist der Mangel an Geteiltem. Diese Leerstelle will sie nicht länger hinnehmen. Eine Spurensuche beginnt – in die Vergangenheit des Vaters, aber auch in ihre eigene. Zu den Jahren als Tänzerin und Peepshow-Girl, zu ihrer großen Liebe Claudio, einem Jazztrompeter, dem sie jung in die USA folgte. Es ist eine lange Reise, die bis nach Südafrika führt, wo sie sich Antworten erhofft und Unerwartetes findet.

Verena Lueken war viele Jahre Kulturkorrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in New York. Heute ist sie Redakteurin im Feuilleton der FAZ mit dem Schwerpunkt Film. Unter dem Eindruck des 11. September schrieb sie „New York. Reportage aus einer alten Stadt“. Ihre „Gebrauchsanweisung für New York“ ist ein Bestseller.

Weitere Informationen im Internet unter www.literaturbuero-oldenburg.de