30.05.2017

Im Tandem gegen häusliche Gewalt

Oldenburg. Am Montag, 12. Juni, findet im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, die Auftaktveranstaltung „Im Tandem gegen häusliche Gewalt – Häusliche Gewalt im Migrationskontext“ zu einer landesweiten Seminarreihe des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung statt. Beginn ist um 9.30 Uhr. Die Tagung richtet sich an Fachleute und Interessierte. Sie wird in Kooperation mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen und dem Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg veranstaltet.

Obwohl sie tendenziell häufiger von Gewalt in Beziehungen betroffen sind, werden Frauen mit Migrationshintergrund schwerer durch Gewaltberatungsstellen und andere Institutionen des Hilfesystems erreicht. Schwierigkeiten bei der Beratung und der Intervention bereiten zudem sprachliche und kulturelle Barrieren auf beiden Seiten. Vor diesem Hintergrund sind zusätzliche Strategien und Fachkenntnisse sowie ein funktionierendes Netzwerk erforderlich.

„Damit alle Betroffenen vom Hilfesystem erreicht werden, ist eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den Fachdisziplinen ,Migration‘ und ,Gewaltberatung‘ unbedingt notwendig“, betont Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. „Die Fachtagung bietet eine gute Gelegenheit, Bereiche zu identifizieren, die bereits gut funktionieren, sowie jene, die noch weiterentwickelt werden können.“

Dr. Sabine Bohne vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück und Mitautorin der Studie „Häuslicher Gewalt im Migrationskontext vernetzt und kompetent begegnen“ wird diese am Vormittag vorstellen. In zwei Diskussionsrunden werden Fachleute die Erkenntnisse vertiefen und Vernetzungsmöglichkeiten aufzeigen. Die Tagung  endet mit einem Vortrag der Rechtsanwältin Karin Sehr über die „Grundlagen des Aufenthaltsrecht“.

Der Kostenbeitrag beträgt 30 Euro, ermäßigt 20 Euro. Anmeldungen sind bis zum 6. Juni beim ServiceCenter der Stadt Oldenburg per E-Mail an servicecenter@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-4444  möglich.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.oldenburg.de/gleichstellung.de zu finden.