30.04.2015

Inklusionswoche in Oldenburg

Oldenburg. Jedes Jahr um den 5. Mai herum findet europaweit der Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Auch in Oldenburg hat sich erneut ein breites Bündnis von Betroffenen, Selbsthilfevereinigungen, Institutionen und Verbänden zusammengefunden, um insbesondere auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen. Unter dem von der Aktion Mensch ausgegebenen Motto „#begegnet_in“  findet in diesem Jahr bereits zum vierten Mal die Inklusionswoche in Oldenburg statt. Vom 4. bis 10. Mai gibt es ein umfangreiches Programm: Von Mitmachaktionen, Theater und Filmen über Ausstellungen und Informationen bis zu Diskussionsveranstaltungen ist für jede und jeden etwas dabei. Ein Gebärdenkurs und eine Stadtführung mit allen Sinnen laden dazu ein, neue Erfahrungen zu machen.

„Begegnungen schaffen, sich näher kennenlernen, miteinander statt übereinander reden, Unsicherheiten im Umgang mit Anderen verlieren und Vorurteile beseitigen ist das Motto der Aktion Mensch und auch das Ziel der diesjährigen Inklusionswoche“, sagt Susanne Jungkunz, Leiterin der Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg.

Die Demonstration anlässlich des Protesttages findet am Samstag, 9. Mai, statt und beginnt um 11 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Nach einem Gang durch die Oldenburger Innenstadt und einer Kundgebung an der Skulptur der Berliner Bären auf dem Schlossplatz endet sie mit einem Inklusionsfest im Cadillac, wo bei Musik sowie Essen und Trinken vielfältige Begegnungen möglich sind.

Die Stadt Oldenburg beteiligt sich mit neun Veranstaltungen an der Inklusionswoche, dazu gehört auch das „Café im Dunkeln“ am Mittwoch, 6. Mai, in der Straßburger Straße 8. Mit einem zeitverzögerten Einlass von circa 15 bis 20 Minuten kann in das Café bis 16.30 Uhr eingekehrt werden. Zudem werden an diesem Tag ein Alters- und ein Augenkrankheiten-Simulator präsentiert. Veranstaltungsende ist um 17 Uhr. Mit diesem Angebot greifen die städtischen Beratungsbüros in Kooperation mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Niedersachsen e.V. das Motto des diesjährigen Protesttages auf: Begegnungen ermöglichen, sich näher kennenlernen, miteinander statt übereinander reden, Unsicherheiten im Umgang mit Anderen verlieren und Vorurteile beseitigen.

Eine Lesung aus der Rollstuhlperspektive von Raúl Aguayo-Krauthausen gibt es am Sonntag, 10. Mai, um 19 Uhr im Theater wrede+, Klävemannstraße 16. Mit Witz und Sachkenntnis beschreibt er seinen Alltag und wie ein Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen aussehen kann. 2005 gründete er den gemeinnützigen Verein „Sozialhelden“, der schon mit zahlreichen Projekten in Erscheinung getreten ist. Karten gibt es für 8 Euro (ermäßigt 4 Euro) bei der Akademie der Evangelisch-Lutherischen Kirche unter Telefon 0441 7701431, per E-Mail an akademie@kirche-oldenburg.de sowie an der Abendkasse.