28.12.2016

Kathrin Röggla liest in der LiteraTour Nord

Oldenburg. Die Schriftstellerin Kathrin Röggla war mit ihrem aktuellen Erzählband „Nachtsendung. Unheimliche Geschichten“ für den Österreichischen Buchpreis nominiert. Am Sonntag, 8. Januar, präsentiert sie das Buch, das Erzählungen von politischer und gesellschaftlicher Aktualität aus einem unheimlich gewordenen Alltag versammelt, in der LiteraTour Nord. Beginn ist um 11 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Sie liest aus den Erzählungen und spricht mit der Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Sabine Doering. Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf über die Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und unter Telefon 0441-71677.

Schon 2004 wurde ein Roman Kathrin Rögglas mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das beste politische Buch ausgezeichnet. Politisch sind auch ihre weiteren Veröffentlichungen geblieben: indem sie von unserer Gegenwart erzählen und weil die Autorin genau hinschaut. Kathrin Röggla setzt nicht nur ihre kritische Phantasie, sondern zudem ihre kluge Sprachkunst für die Analyse des Zustands unserer Zeit ein.
Auch die Erzählungen ihres neuen Buchs Nachtsendung entdecken Risse, tote Winkel und das Unheimliche unserer Gegenwart. Wenn Kathrin Röggla erzählt, breiten sich Gefahrenzonen aus und es herrscht Desorientierung. Das betrifft das politische Reden, den wutbürgerlichen Aktivismus, den Absturz des Mittelstandes ebenso wie das Familientreffen in der deutschen Provinz. Die Autorin entwirft politische, soziale und private Szenarien, die sich zu einem Nachtbild unserer gespenstischen Gegenwart zusammensetzen.

Kathrin Röggla, 1971 in Salzburg geboren, studierte Germanistik und Publizistik lebt als Autorin von Prosa, Hörspielen und Theatertexten in Berlin. Seit 2015 ist sie Vizechefin der Akademie der Künste. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Preise, darunter den Italo-Svevo-Preis, den Anton-Wildgans-Preis und den Arthur-Schnitzler-Preis.