24.04.2014

Konstellationen: Woran wir glauben

Oldenburg. Im Mittelpunkt der zweiten Veranstaltung der Reihe „Konstellationen“, mit der das Literaturbüro Verbindungen zwischen Literatur und Wissenschaft herstellt, steht die Frage nach dem Einfluss der Religionen auf die Weltgeschichte. Am Mittwoch, 14. Mai, führt sie um 20 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 den Schriftsteller Matthias Politycki und seinen Roman „Samarkand Samarkand“ mit dem Religionswissenschaftler Christoph Auffarth zusammen. Der Philosoph Matthias Bormuth, Heisenberg-Professor für Vergleichende Ideengeschichte an der Universität Oldenburg, moderiert die Lesung Polityckis und bringt ihn mit Christoph Auffarth ins Gespräch. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Karten können online unter www.wilhelm13.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro vorbestellt werden.

Die Welt ist aus den Fugen geraten, und wo einst die Seidenstraße entlang führte, ist 2026 das Epizentrum der Erschütterung. Alexander Kaufner, Gebirgsjäger und Grenzgänger, reist ins zentralasiatische, sagenumwobene Samarkand und begibt sich auf die Suche nach einer geheimnisvollen Kultstätte. Doch können Sieg oder Niederlage, Krieg oder Frieden tatsächlich von einem Haufen heiliger Knochen abhängen? Der Roman „Samarkand Samarkand“ des Schriftstellers Matthias Politycki spielt mitten im Dritten Weltkrieg, der Europa zwischen den neuen Weltmächten, den Russen und den militanten Islamisten, völlig zu zerreiben droht. Nur die Eroberung eines geheimnisvollen Grabes verheißt vielleicht noch Rettung. Christoph Auffarth, der an der Universität Religionswissenschaft lehrt und unter anderem die Buchreihe „Religionen in der pluralen Welt“ betreut, wird einschätzen, wie die Story im Horizont der neueren Religionswissenschaft erscheint. Welche Dimensionen islamischen Denkens bieten sich im Roman dem Leser dar und was würde der Kenner der religiösen Traditionen anders sehen und sagen?

Moderiert wird der Austausch des Schriftstellers und des Wissenschaftlers von Matthias Bormuth, der als Heisenberg-Professor Vergleichende Ideengeschichte in Oldenburg lehrt und der Karl-Jaspers-Gesellschaft vorsitzt. Diese ist Kooperationspartnerin der von der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen geförderten Veranstaltungsreihe.