31.10.2016

Künstlergespräch im Edith-Russ-Haus

Oldenburg. Am Freitag, 4. November, findet im Edith-Russ-Haus für Medienkunst ein Künstlergespräch statt: Die amerikanische Künstlerin Paris Furst präsentiert um 19 Uhr im Seminarraum des Ausstellungshauses ihr Projekt „Voglio Andare alla Biennale (Ich möchte zur Biennale gehen)“. Der Eintritt ist frei, der Vortrag und das Gespräch werden in deutscher und englischer Sprache sein.

Die Audioinstallation „Voglio Andare alla Biennale (Ich möchte zur Biennale gehen)“ thematisiert die Geschichte von „Narshingdi“, einem Selfie-Stick-Verkäufer am Rande der Biennale in Venedig, der die Geschichte eines Lebens auf der Straße erzählt – über Kontinente hinweg, zwischen Legalität und Illegalität, zurück letztlich zu einem Streben nach einem Konzept von „zuhause“ von fremden Ufern aus.

Für die Besucher der Biennale in Venedig 2015 war die allgegenwärtige Präsenz der Straßenverkäufer mit ihren Selfie-Sticks, Rosen, Regenschirmen, Spielzeugen und Sonnenbrillen vor den Türen der Biennale kaum zu übersehen. Karten zu kaufen ist unmöglich für diese Menschen, die mit Glück 10 Euro am Tag verdienen. Die Diskussion wird die Ursprünge von Fursts Projekt beleuchten, es auf den Kontext der Biennale beziehen sowie auf die Rezeption innerhalb der bengalischen Community in Venedig  und den Nationless Pavilion.

Die Audioinstallation „Voglio andare alla Biennale (I want to go to the Biennial)“ ist ein gemeinsames Projekt von Paris Furst und Naeem Mohaiemen. Naeem Mohaiemen ist auch in der kommenden Ausstellung „The Fevered Specters of Art - Die fiebrigen Gespenster der Kunst“ des Edith-Russ-Hauses vertreten.