01.02.2021

„Meine Grenzen setze ich!“

Oldenburg. Anzügliche Blicke und sexualisierte Sprüche bis hin zu unerwünschten Berührungen: Sexuelle Belästigung begegnet Frauen und Mädchen häufig in ihrem Alltag. Sowohl am Arbeitsplatz als auch im öffentlichen Raum und in der digitalen Welt finden diese Übergriffe statt. Der Umgang mit der Situation an sich und den Reaktionen können schwerfallen. Hinzu kommt, dass sexuelle Belästigung gesellschaftlich betrachtet nach wie vor häufig verharmlost wird.

Vor diesem Hintergrund gibt das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg eine Broschüre heraus, in der die vielfältigen Formen von sexueller Belästigung erläutert und Hinweise gegeben werden, wie sich Frauen und Mädchen wehren oder sich Unterstützung holen können.

„Leider nehmen zu viele Frauen Belästigungen quasi schicksalshaft hin“, sagt Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg, „Wir möchten zeigen, dass es Möglichkeiten gibt, diskriminierenden Übergriffen zu begegnen und sich und andere zu schützen.“

Die Broschüre „Meine Grenzen setze ich!“ wird ergänzt durch Hintergrundinformationen und Kontaktdaten von Ansprechpersonen in Oldenburg. Sie liegt an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet und kann auch im Gleichstellungsbüro angefordert werden. Außerdem steht sie im Internet als Download auf den Seiten von www.oldenburg.de/gleichstellung zur Verfügung.

Die Entwicklung dieser Broschüre ist eine von vielen Maßnahmen aus dem „Kommunalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen* und Häusliche Gewalt“, die in den kommenden Monaten und Jahren sukzessive umgesetzt werden sollen.

 

Die Broschüre „Meine Grenzen setze ich!“ klärt über Formen von sexueller Belästigung auf und gibt Hinweise, wie sich Frauen und Mädchen wehren können.  Foto: Stadt Oldenburg
Die Broschüre „Meine Grenzen setze ich!“ klärt über Formen von sexueller Belästigung auf und gibt Hinweise, wie sich Frauen und Mädchen wehren können. Foto: Stadt Oldenburg