10.11.2014

Merhaba! KIBUM trifft Türkei

Oldenburg. „Merhaba! KIBUM trifft Türkei“ – mit diesem Motto rückt die 40. Oldenburger Kinder und Jugendbuchmesse KIBUM vom 15. bis zum 25. November 2014 das Land Türkei ins Blickfeld. Viele Bücher und Veranstaltungen wecken die Neugier auf eine andere Kultur und thematisieren auf vielseitige und fantasievolle Weise die Chancen des multikulturellen Miteinanders.

Selbstverständlich kommen in diesen elf Tagen auch die Lust am Lesen sowie die Förderung der Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen nicht zu kurz, denn sie sind nach wie vor das generelle Ziel der KIBUM. Die beiden Veranstalter der KIBUM – die Stadt Oldenburg und die Carl von Ossietzky Universität – verwandeln deshalb das Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, auch in diesem Jahr wieder in eine inspirierende Bücher- und Leselandschaft. Ungefähr 2.500 Neuerscheinungen des deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchmarktes warten hier auf die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher.

Schirmherr der diesjährigen KIBUM ist Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und erster Abgeordneter türkischer Herkunft im Deutschen Bundestag.

„Die KIBUM zählt zu den bedeutendsten bildungspolitischen Angeboten im Nordwesten. Die Fakten sprechen für sich: Eine außerordentlich wichtige Zielgruppe – hohes fachliches Niveau – aktuelle internationale Bezüge – und eine attraktive, kreative Inszenierung. Die Kombination von Bildung mit Spaß und Freude funktioniert hervorragend, das zeigen die Reaktionen der Kinder ganz deutlich. Und letzteres ist vielleicht die beste Bestätigung für meinen ersten Satz“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Kommissarische Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Al-Shamery:
„Für viele Kinder und ihre Familien ist Mehrsprachigkeit gelebter Alltag – dies spiegelt die diesjährige KIBUM wider. So können junge Leserinnen und Leser nicht nur neue deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher, sondern auch in vielen zweisprachigen Veranstaltungen türkische Bücher kennenlernen. Kurz vor Abschluss unseres Geburtstagsjahres ‚40 Jahre Universität Oldenburg’ wünsche ich uns und vor allem den zahlreichen kleinen und großen Besuchern eine gelungene 40. Auflage der KIBUM!“



Mit einer literarisch-musikalischen Reise in das Land des Nasreddin Hodscha öffnet die KIBUM am 15. November um 15 Uhr ihre Pforten. Der renommierte Kinder- und Jugendbuchautor Paul Maar ist zum wiederholten Mal Gast der KIBUM, und er hat etwas ganz Besonderes vor. Gemeinsam mit Murat Coşkun, İbrahim Sarıaltın und Simon Michael erzählt er vom berühmtesten listigen Narren und Geschichtenerzähler der islamischen Welt: Nasreddin Hodscha. Begleitet wird diese zweisprachige Bühnenfassung für sein Buch „Das fliegende Kamel“ von der Capella Antiqua Bambergensis, die mit historischen Instrumenten die Besucher in die Atmosphäre von Tausendundeiner Nacht entführt.

Paul Maars Buch „Das fliegende Kamel“ wurde als besonderes Projekt des interkulturellen Dialoges in die Ernst Reuter Initiative aufgenommen und erhielt 2013 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik als beste Hörbuchproduktion für Kinder und Jugendliche. Schirmherr des Projektes ist ebenfalls Cem Özdemir.

In zahlreichen Veranstaltungen, Lesungen und Workshops zur KIBUM haben Kinder und Jugendliche wie gewohnt die Möglichkeit, Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen oder eigene Geschichten zu erfinden und aktiv zu werden. Eingeladen sind Autoren und Künstler wie Behiç Ak, Müge Ipliçki und Buket Topakoğlu (alle Türkei) oder Aygen-Sibel Çelik, Arzu Gürz Abay, Alpan Sağsöz , Deniz Selek (alle Deutschland) und viele mehr. Ziel der diesjährigen KIBUM ist es, das Thema Türkei auch über die Sprache zu vermitteln und gleichzeitig mit einer zunehmenden Vielsprachlichkeit von Gesellschaft vertraut zu machen. Daher werden viele Veranstaltungen zweisprachig angeboten.

Die KIBUM-Ausstellungen sind wieder in der Peterstraße 1 zu finden, nur wenige Schritte vom Kulturzentrum PFL entfernt in den Räumen der BBK Galerie, der Artothek und des Foyers der Kinderbibliothek. Mit „Bühne frei für Nasreddin Hodscha und Santa Claus!“ (Eröffnung am 16. November, 15 Uhr) zeigt die Stadtbibliothek Buchillustrationen zwischen den Kulturen und in Kooperation mit der IGS Kreyenbrück und dem Museumspädagogischen Dienst der Stadt Oldenburg die Projektpräsentation „Ich zeige dir, wer ich bin!“ (Eröffnung am 17. November, 17 Uhr). Die Oldenburgische Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur der Carl von Ossietzky Universität (OlFoKi) präsentiert die Ausstellung „Das Kinderbuch erklärt den Krieg. Der erste Weltkrieg in Kinder- und Jugendbüchern“ (Eröffnung am 16. November, 11.15 Uhr).

Die guten Erfahrungen, die die KIBUM in den letzten Jahren mit ihren Angeboten von elektronischen Medien machen konnte, haben zu einer Zusammenfassung und Umstrukturierung im neuen „Medienraum“ geführt. Hier werden erstmals alle Edutainment- und Lernangebote, empfohlene Websites und Apps sowie prämierte Hörbücher in einem Raum angeboten und dürfen ausprobiert werden.

Unter dem Aspekt „Kinder bewerten Bücher“ hat die diesjährige KIBUM eine Kinderjury ins Leben gerufen. Kinder aus den Oldenburger Grundschulen in Kreyenbrück, auf der Wunderburg, in Drielake und am Bürgerbusch haben zehn Bücher zum Thema Türkei kritisch unter die Lupe genommen. Die Kinder dieser Jury sind alle Experten für das Thema, denn sie nehmen am herkunftssprachlichen Unterricht Türkisch in ihren Schulen teil. Eindeutiger Favorit der Jury ist das Buch „Sinan und Felix“ von Aygen-Sibel Celik. Aber auch das Buch „Das gefräßige Buchmonster“ von Aytül Akal hat den Kindern gut gefallen. In einer besonderen Präsentation werden sie die beiden Bücher vorstellen und berichten, warum gerade diese Bücher begeistern (Sonntag, 23. November, 16 Uhr).

Die fantasievollen und spielerischen Veranstaltungen für die Allerkleinsten von eins bis fünf Jahren sind ein attraktiver Bestandteil des Programms der KIBUM. Christian Jakober liest und spielt aus Büchern wie „Bär Flo geht zum Frisör“, „Wer ruft denn da?“ oder „Das Allerwichtigste“. Auch für die Kleinsten werden einige der Veranstaltungen in deutscher und türkischer Sprache angeboten. Darüber hinaus gibt es auch wieder die sehr beliebten Figurentheateraufführungen in den Stadtteilbibliotheken oder in der Thalia Buchhandlung.

Das 33. Oldenburger Kinderfilmfestival im Casablanca-Programmkino bietet den kleinen Filmfans mit elf Kinderfilmen auch in diesem Jahr wieder ein großartiges Programm. Ein Klassiker wie „Die unendliche Geschichte“ wird dabei ebenso begeistern wie die ganz aktuellen Filme „Quatsch und die Nasenbärbande“, „Der kleine Nick macht Ferien“ oder „Die Vampirschwestern 2“. Zwei Filme widmen sich dem Schwerpunkt Türkei: „Deine Schönheit ist nichts Wert“ und „Almanya – Willkommen in Deutschland“.

Die Veranstaltungen für Erwachsene widmen sich aus gegebenem Anlass dem Thema Mehrsprachigkeit und wie diesem gesellschaftlich immer bedeutsamer werdenden Phänomen kreativ begegnet werden kann. Eingeladen dazu sind Prof. Dr. Havva Engin (Leiterin des Heidelberger Zentrums für Migrationsforschung und Transkulturelle Pädagogik) und Patricia Hahne-Wolter (SchauHoer Verlag, spezialisiert auf anspruchsvolle Bücher für mehrsprachig aufwachsende Kinder). Die Veranstaltungen zur Begleitausstellung thematisieren den Ersten Weltkrieg in Kinder- und Jugendbüchern.

Die KIBUM 2014 wird gefördert vom Hauptsponsor, der Oldenburgischen Landesbank AG, von CEWE, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der EWE Stiftung, der Vereinigten Oldenburger Sozialstiftung und energy & meteo systems.
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Hinweis an die Redaktionen:
Die Plakate zur diesjährigen KIBUM und zur Begleitausstellung sowie Fotos (Copyright: Stadt Oldenburg) finden Sie zum Herunterladen im Internet unter www.oldenburg.de/pressemitteilungen.

Plakat: Stadt Oldenburg