30.12.2016

Neue Informationsbroschüre für Menschen mit Hörbeeinträchtigung

Oldenburg. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk GeHör – Gebärdensprache und Hören und dem Behindertenbeirat hat das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg eine Informationsbroschüre für Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung veröffentlicht. Die ausführliche Übersicht entstand im Rahmen einer Abschlussarbeit der Studentin Lisa Feierabend von der Jade Hochschule Oldenburg. Die Broschüre ist im Gesundheitsamt, im Bürgerbüro Mitte und Nord oder als PDF-Dokument auf den Internetseiten der Stadt Oldenburg www.oldenburg.de (Suchbegriff: Beratung für Menschen mit Behinderungen) erhältlich.

In dieser neuen Broschüre werden zahlreiche Adressen von Angeboten und Einrichtungen sowie Tipps für hörbeeinträchtigte Menschen gegeben und mit Symbolen gekennzeichnet. Anhand dieser Symbole ist zu erkennen, welche technischen Hilfsmittel und andere Hilfsangebote vorhanden sind. Hierzu gehören beispielsweise induktive Höranlagen, FM-Anlagen, Infrarot-Kopfhörer oder Untertitel sowie die Möglichkeit der Bereitstellung von Gebärdensprachdolmetscher oder Mitarbeitern, die in den Einrichtungen über Gebärdensprachkompetenz verfügen.

Hören gilt als eine grundlegende Fähigkeit, um am täglichen Leben teilzunehmen. Durch ein vermindertes Hörvermögen werden Menschen in ihrem Alltag beeinträchtigt, zum Beispiel können die Kommunikationsfähigkeit oder die Orientierungsfähigkeit eingeschränkt sein. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) sind in Deutschland circa 17 Prozent aller Menschen von einer Einschränkung der Hörfähigkeit betroffen. Schwerhörigkeit und auch Tinnitus sind in Deutschland also weit verbreitet. Circa 60 Prozent der Bevölkerung ist zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Lebens davon betroffen. Den größten Anteil davon machen Lärmschwerhörigkeit und Schwerhörigkeit im Alter aus.

Weitere Informationen gibt es beim ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter der Telefonnummer 0441 235-4444 oder im Internet unter www.oldenburg.de.