10.02.2017

Oberbürgermeister Krogmann würdigt Akteure im Inklusionsprozess

Oldenburg. Im Rahmen eines Empfangs an der Oberschule Eversten hat Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Dienstag, 7. Februar, die Akteure im Oldenburger Inklusionsprozess gewürdigt. Stellvertretend für unzählige Gruppen und Einzelpersonen, die sich für ein inklusives Oldenburg einsetzen, nahmen über 100 Gäste aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft an dem Empfang teil. „Auch im vergangenen Jahr sind viele Projekte vorangeschritten und neu angestoßen worden“, so Krogmann. „Auf dem bisher Erreichten sollte sich aber auch eine gut aufgestellte Stadt wie Oldenburg nicht ausruhen.“

Umso wertvoller seien Projekte wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ anzusehen, welches eindrucksvoll von Schülerinnen der Oberschule Eversten vorgestellt wurde. Gemeinsam mit der IGS Helene-Lange-Schule, die sich ebenso wie die Oberschule Eversten „Schule ohne Rassismus“ nennen darf, wird hier ganz konkrete Hilfe geleistet. So konnten durch zwei Spendenläufe der Schülerinnen und Schüler in den vergangenen zwei Jahren fast 40.000 Euro eingenommen werden. Dieses Geld wurde an zwei Schulen in der Region Kobane in Nordsyrien für den Wiederaufbau gespendet. Die Schülerinnen und Schüler hoffen darauf, sich einmal persönlich ein Bild von den Partnerschulen machen zu können und auch Schülerinnen und Schüler aus Syrien kennenzulernen.

Lob für das Engagement der Akteure fand auch Lena Haddenhorst von der Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg. „Inklusion hat viele Facetten und da freut es mich umso mehr, dass sich genau das nicht nur heute hier im Saal, sondern über das ganze Jahr hinweg in den unterschiedlichsten Formen widerspiegelt.“ Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, religiösen und sozialen Erfahrungen begegneten sich in gegenseitiger Offenheit. Alle könnten ihre Kenntnisse und Erfahrungen in die Entwicklung der Stadt einbringen. „Das verstehen wir alle unter Inklusion“, so Haddenhorst.

Der Jahresempfang wird traditionell nicht nur als Rückblick, sondern vor allem auch als Startschuss für das neue Jahr gesehen. Highlight wird auch 2017 die Inklusionswoche vom 4. bis 14. Mai sein. Bereits jetzt sind 40 angemeldete Veranstaltungen unter dem Motto „Wir gestalten unsere Stadt“ geplant. Die Vorbereitung hierzu sowie andere Themen wurden vor dem eigentlichen Empfang auf den 7. Netzwerktreffen Inklusionkonkret! diskutiert. Das Netzwerk, welches sich als kritisch-konstruktiver Begleiter des Inklusionsprozesses versteht, wird auch 2017 verstärkt auf die Umsetzungen der Maßnahmen aus dem Kommunalen Aktionsplan Inklusion schauen. Ein für 2017 sehr wichtiger Baustein ist das Projekt „Profis in eigener Sache“. Diese bringen ihre eigenen Erfahrungen aktiv in den Prozess ein, indem Sie beratend bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten auftreten.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/inklusion.