03.01.2020

Oldenburg bleibt Stadt des Bauens

Oldenburg. Die Stadt Oldenburg wächst – und der Wohnungsbau hält Schritt: Der Bestand an Wohnungen ist auf 93.475 Einheiten geklettert. Das geht aus dem aktuellen Wohnungsmarktbericht vor, den die Stadtverwaltung jetzt vorgelegt hat. Darin sind alle wichtigen Parameter in der Wohnungsmarkt-Entwicklung in den Jahren 2011 bis 2018 erfasst. „Anhand der Daten ist eine Verbesserung der Lage am Wohnungsmarkt ablesbar. Unsere aktive Wohnungsbaupolitik zahlt sich aus“, freut sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Demnach sind in diesem Zeitraum 8.250 neue Wohnungen entstanden. In 2018 wurden 1.245 Wohnungen fertiggestellt – das ist die zweithöchste Anzahl in den vergangenen acht Jahren. Für 2018 sind zudem 1.320 Baugenehmigungen und Baumitteilungen notiert – und damit deutlich mehr als in 2017 (1.063). Die Wohnversorgungsquote (Wohnungen pro 100 Haushalte) ist mit 101,2 Prozent konstant geblieben. Als ausgeglichen gilt ein Wohnungsmarkt, wenn die Versorgungsquote zwischen 102 und 103 Prozent liegt – das heißt, ein Leerstand von zwei bis drei Prozent ist für einen funktionierenden Markt notwendig. Diesem Ideal nähert sich die Situation in Oldenburg an. Die aktuellen Bebauungspläne, die sich bereits in der Umsetzung oder im laufenden Planverfahren befinden, sichern die Realisierung von weiteren rund 5.150 Wohnungen.     

Die Stadt Oldenburg hat mit dem Arbeitskreis Bündnis Wohnen mehrere Instrumente zur Schaffung preiswerten Wohnraumes entwickelt, die vom Rat beschlossen wurden und „nun beginnen, ihre Wirkung zu entfalten“, wie Oberbürgermeister Krogmann feststellt. So sind eine bestimmte Anzahl von Wohnungen mit einer Mietpreis- und Belegungsbindung als bezahlbarer Wohnraum zu schaffen. In rechtsverbindlichen Bebauungsplänen (ab 2014 bis 2018) beläuft sich die Zahl der über die Quotenregelung gesicherten bezahlbaren Wohnungen auf 227 und in den laufenden Bebauungsplanverfahren auf 509. Prozentual ist der Anteil seit 2014 von zwei Prozent auf 20 Prozent angestiegen.
Über die städtische Wohnungsbauförderung wurden bis 2018 der Bau von 217 Mietwohnungen und sieben Modellvorhaben mit rund 4,2 Millionen Euro bezuschusst. Die Förderung ist mit einer Mietpreisbindung und der Maßgabe einer Vermietung an Menschen, die Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben, verbunden.

Für 2020 erwartet Krogmann eine weiterhin rege Bautätigkeit. Dazu tragen auch die städtischen Baugebiete bei, die zunehmend stärker in die Vermarktung gehen. Am Bahndamm und auf dem Fliegerhorst werden in den kommenden Jahren etwa 1.500 Wohneinheiten entstehen.

Der Wohnungsmarktbericht steht zum Download bereit unter
www.oldenburg.de/fileadmin/oldenburg/Benutzer/PDF/40/400/Stadtentwicklung/Wohnungsmarktberichte/Wohnungsmarktbericht_Dez_2019.pdf