27.01.2017

Opulente Farben, ungewöhnliche Perspektiven und geometrische Abstraktion

Oldenburg. Wer mit Kunst schöner wohnen möchte, kann sich individuelle Anregungen in der Artothek Oldenburg, der größten Kunstausleihe Niedersachsens, holen. Dort können sich Besucher von rund 2.000 Werken der Gegenwartskunst aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur inspirieren lassen. Die Artothek hat ihre Sammlung gerade um 27 Arbeiten erweitert und lädt alle Interessierten herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Neue Werke“ am Donnerstag, 2. Februar, um 19 Uhr in die Peterstraße 1 ein.

Bei der Vernissage gibt es spannende Einblicke in das Sammlungskonzept der Artothek, in deren Mittelpunkt die neuen Werke von 15 regionalen und international bekannten Künstlern stehen. Dr. Nicole Deufel, Leiterin der städtischen Museen, Sammlungen und Kunsthäuser, wird die Gäste begrüßen und Dr. Sabine Isensee, Leiterin der Artothek, in die Ausstellung einführen. Die regionalen Künstlerinnen und Künstler werden anwesend sein.

„In der Artothek kann jeder Kunstwerke finden, die zu seinem ganz persönlichen Lebensstil passen“, sagt Kuratorin Sabine Isensee und erläutert: „Die 27 neuen Werke zeigen ein reizvolles Spektrum der Gegenwartskunst in opulenten Farben, ungewöhnlichen Perspektiven bis zur geometrischen Abstraktion auf und machen Lust, diese für die eigenen vier Wände zu entleihen.“ Präsentiert werden Malerei von Heike Ellermann und Gabriele Metasch, Grafiken von Heike Kati Barath, Richard Deacon, Helmut Feldmann, Annette Kierulf, Thea Koch-Giebel, Christoph Ruckhäberle und Mathias Wild, Fotografien von Laurenz Berges, Gertje Kollmann, Cyrill Lachauer und Helga Neuber sowie Skulpturen von Hermann Grüneberg und Udo Reimann.

Das diesjährige Titelmotiv zur Ausstellung „Neue Werke“ ist ein Farblinolschnitt von Christoph Ruckhäberle, der zu den Künstlern der Neuen Leipziger Schule gehört. Der Betrachter kann eine weibliche Figur sehen, die in liegender Pose melancholisch verweilt und in ihrer Reduktion an die Kunst des Scherenschnitts von Henri Matisse erinnert. Die Figur ist eingebunden in einen rhythmischen Raum, der durch grell bunte Ornamente und grafische Muster wie in der Pop-Art geradezu vibriert. Aber auch die Oldenburger Kunstszene ist vielfältig mit Werken in der Ausstellung vertreten: von Heike Ellermann und Gabriele Metasch sind atmosphärische Landschaften in Mischtechnik zu sehen, Helmut Feldmann und Thea Koch-Giebel haben experimentelle Hoch- und Flachdrucke geschaffen, die Fotografien von Laurenz Berges, Gertje Kollmann und Helga Neuber spiegeln raffinierte Momentaufnahmen des alltäglichen Lebens wider und von dem bekannten Oldenburger Bildhauer Udo Reimann werden zwei Skulpturen aus Bronze präsentiert, die durch geometrische Abstraktion bestechen.

Die Ausstellung „Neue Werke“ wird vom 2. Februar bis zum 23. März 2017 zu den Öffnungszeiten der Artothek (Montag und Donnerstag, 15 bis 19 Uhr) gezeigt. Bereits während der Ausstellung können die neuen Werke vorbestellt werden.

Am 16. Februar, 9. und 23. März finden After Work-Führungen mit der Kunsthistorikerin Geraldine Dudek statt, die jeweils um 18 Uhr beginnen. Die Teilnahme kostet 3 Euro, es ist keine Anmeldung erforderlich. Zudem bietet Artotheksleiterin Sabine Isensee am 21. Februar um 10.15 Uhr eine Führung für das inForum an.

Informationen zur Ausstellung gibt es auch im Internet unter www.oldenburg.de/artothek und www.stadtmuseum-oldenburg.de.