09.12.2019

Regional- und Stadtbusverkehr zwischen Ammerland-Oldenburg verbessert Region wächst enger zusammen

Oldenburg. Mehr Busse von und nach Oldenburg sind das Herzstück eines erheblich aufgewerteten Busverkehrs zwischen dem Landkreis Ammerland und der Stadt Oldenburg. Das verdichtete Verkehrsangebot, das am 15. Dezember 2019 startet, haben der Landkreis Ammerland und die Stadt Oldenburg gemeinsam mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) und den Verkehrsunternehmen Verkehr und Wasser GmbH (VWG), Firma Hanekamp Busreisen GmbH, Firma Gerdes Reisen und Firma Bruns GmbH erarbeitet.

Mit der Unterzeichnung der Verträge im August hatten der Landkreis Ammerland, die Gemeinden Bad Zwischenahn, Edewecht, Rastede und Wiefelstede, die Stadt Oldenburg und der ZVBN die Umsetzung des kombinierten Regional- und Stadtbusverkehrs Ammerland-Oldenburg auf den Weg gebracht. Heute trafen sich alle Beteiligten am Knotenpunkt der neuen Verbindungen in Oldenburg und reisten im Rahmen einer „Sternfahrt“ eine Woche vor Betriebsaufnahme probeweise mit der Linie 309 aus Friedrichsfehn, der Linie 330 aus Wiefelstede, der Linie 340 aus Rastede sowie der Linie 350 aus Bad Zwischenahn an. Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann begrüßte die ersten „Pendler“ bei der pünktlichen Ankunft und freut sich über gleich mehrere positive Effekte: „Das neue Busangebot ist eine gute Alternative zum Auto. Mit dem kombinierten Regional- und Stadtbusverkehr Ammerland-Oldenburg verbessern wir das Angebot des ÖPNV ganz erheblich und tragen zur Reduktion des Schadstoffausstoßes in und um Oldenburg und somit zum Klimaschutz bei.“

Für Landrat Jörg Bensberg beginnt quasi eine neue Zeitrechnung: „Das deutlich erweiterte Angebot zwischen dem Landkreis Ammerland und der Stadt Oldenburg ist für den gesamten Verbundraum Bremen/Niedersachsen einmalig und ein echter Quantensprung. Damit möchten wir die Mobilität im Öffentlichen Personennahverkehr steigern, den Anteil des motorisierten Individualverkehrs mindern und so einen aktiven Beitrag zur Schonung der Umwelt leisten. Dass wir das verdichtete ÖPNV-Netz gemeinsam mit der Stadt Oldenburg den vier Gemeinden, dem Landkreis Wesermarsch und dem ZVBN finanzieren, ist ein deutliches Signal für den Klimaschutz!“

In den Umlandgemeinden ist der ÖPNV mit solchen Angeboten inzwischen eine echte Alternative zum Auto. „Durch diese umfangreichen Leistungsverbesserungen werden rund 1.669.000 Buskilometer mehr auf die Straße gebracht. Für die Gemeinden Bad Zwischenahn, Edewecht, Rastede und Wiefelstede wird es an sieben Tagen in der Woche künftig alle halbe Stunde eine Hin- und Rückverbindung zur Stadt Oldenburg geben. Am Wochenende wird zusätzlich auch die Stadt Westerstede von einer Verdichtung des Fahrtenangebotes profitieren. Dann wird die Linie 350 die Kreisstadt mit Bad Zwischenahn und Oldenburg einmal pro Stunde verbinden, statt wie bisher alle zwei Stunden“, erklärt Bernd Lütjen, Verbandsvorsitzender des ZVBN, der darauf hinweist, dass selbstredend auch für das Regional- und Stadtbusangebot die Tarifbestimmungen des VBN gelten. Über weitere gezielte Marketingaktivitäten werden die Bürger in den bedienten Gebieten in den nächsten Monaten über das Verkehrsangebot informiert.

„Die Linienerweiterung ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und da der Erfolg dieses wegweisenden Projekts auch von der Anzahl der Fahrgäste abhängig ist, appellieren wir noch einmal besonders an die Pendlerinnen und Pendler, dieses Angebot möglichst häufig zu nutzen“, erklären die Ammerländer Bürgermeister übereinstimmend. Alle Partner beteiligen sich finanziell an dieser Angebotsverbesserung.

Für Michael Emschermann, Geschäftsführer der VWG, ist das Konzept einer verbesserten Stadt-Umland-Verbindung nach dem ersten Ansatz in 2018 mit dem Landkreis Oldenburg und mit dem Betriebsstart am 15. Dezember 2019 zwischen Oldenburg und dem Ammerland aber noch nicht vollständig abgeschlossen. „Schwerpunkt im kommenden Jahr wird daher sein, das hervorragende Busangebot auch durch geeignete tarifliche Maßnahmen zu unterstützen, damit unsere Fahrgäste auch preislich noch attraktivere Alternativen zum Auto vorfinden. Umweltfreundlicher und klimaschonender ist der Busverkehr allemal.“

Zum Betriebsstart werden Informationen über die VBN-Serviceauskunft 0421 596059, die VBN-Homepage (vbn.de) sowie die VBN-FahrplanerApp zur Verfügung gestellt.

Im Detail sehen die Veränderungen wie folgt aus:

Friedrichsfehn – Oldenburg, Linie 309

Erstmalig wird das Siedlungsgebiet am Verbindungsweg in Friedrichsfehn durch den Busverkehr angebunden. Neben der schnellen Linie 380 wird dann die Linie 309 im 30-Minuten-Takt Friedrichsfehn über Wildenloh und Bloherfelde mit der Stadtmitte Oldenburgs verbinden. Ebenso wird es einen 30-Minuten-Takt von Friedrichsfehn über Petersfehn und Bloherfelde bis in die City Oldenburgs geben. Durch die Durchbindung an der Endhaltestelle Friedrichsfehn Schule bestehen vier stündliche Verbindungen nach Oldenburg mit der Linie 309.

Wiefelstede – Oldenburg, Linie 330

Zwischen der Gemeinde Wiefelstede und Oldenburg fahren auf dem bekannten Linienweg die Busse im Halbstundentakt; bis Conneforde dann jede Stunde. Im Oldenburger Stadtgebiet fährt die Linie weiter bis Drielake (bisherige Linie 307). Somit ist kein Umstieg am Oldenburger ZOB mehr notwendig.

Rastede – Oldenburg, Linie 340

Stündlich fährt die Linie 340 von Jaderberg über Rastede nach Oldenburg. Ein weiterer Linienverlauf geht von Wiefelstede über Rastede nach Oldenburg. Dadurch ergibt sich ab Rastede ein Halbstundentakt nach Oldenburg. Durch die Verknüpfung von Regional- und Stadtbusverkehr ist künftig eine umstiegsfreie Fahrt bis zu IKEA oder nach Blankenburg möglich (die heutigen Linien 316 und 317).

Bad Zwischenahn – Oldenburg, Linie 350

Der Kurort wird ab Dezember 2019 halbstündlich von der Linie 350 angefahren. Auf der Fahrt in die Stadt hält der Bus künftig am Einkaufzentrum Famila in Wechloy. Neu wird dann auch sein, dass die Busse am Wochenende – statt alle zwei Stunden – nun stündlich nach Westerstede fahren.

 

Gemeinsame Sache: Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (9. von links) stellte das verbesserte Busangebot in Oldenburg zusammen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Umlandkommunen sowie der Verkehrsunternehmen vor. Foto: Sascha Stüber
Gemeinsame Sache: Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (9. von links) stellte das verbesserte Busangebot in Oldenburg zusammen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Umlandkommunen sowie der Verkehrsunternehmen vor. Foto: Sascha Stüber