23.12.2014

Sicherheitsabstände bei Silvesterfeuerwerken

Oldenburg. Bald verabschieden wir das Jahr 2014 und begrüßen mit Feuerwerk das neue Jahr 2015. Wie in den vergangenen Jahren auch, bittet die Stadtverwaltung um vorsichtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern und unbedingte Einhaltung von Sicherheitsabständen zu brandgefährdeten Gebäuden. Insbesondere für reetgedeckte Häuser stellt Funkenflug (nicht nur durch Feuerwerk) eine große Gefahr dar. Dies haben die so entstandenen Brände in der Vergangenheit deutlich gemacht.

Ab dem 29. Dezember dürfen in diesem Jahr pyrotechnische Gegenstände der Kategorie II von Händlern an Privatpersonen verkauft werden. Das Abbrennen dieser Gegenstände ist nur am 31. Dezember und am 1. Januar durch Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, erlaubt.

In der 1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz wird geregelt, dass das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern verboten ist. Dies soll einerseits dem Brandschutz für besonders gefährdete Reetdach- und Fachwerkhäuser, aber auch dem Schutz von besonders Schutzbedürftigen, wie Kranken, alten Menschen sowie Kindern, vor Lärmemissionen dienen.

Als „unmittelbare Nähe“ wird zumindest hinsichtlich reetgedeckter Häuser ein Sicherheitsabstand von 200 Metern als notwendig angesehen. Auch in „Feierlaune“ sollte berücksichtigt werden, dass in einem Schadensfall die Missachtung von Sicherheitsbestimmungen erhebliche Schadenersatzansprüche auslösen kann.

Generell sollte in der Nähe von Krankenhäusern (auch Hospizen) und Altenheimen mit Rücksicht auf Kranke und ältere Menschen ein bewusster und zurückhaltender Umgang mit Feuerwerkskörpern, insbesondere mit Böllern, geübt werden.