05.08.2015

Stadt fördert energetische Altbausanierung

Oldenburg. Im Zuge der weiteren Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Oldenburg gibt es ein neues Förderprogramm für energetische Sanierungsmaßnahmen. Es gilt für  Wohngebäude mit bis zu sechs Wohneinheiten im Stadtgebiet, die vor dem 1. Januar 1995 genehmigt wurden. Das neue Programm bietet Zuschüsse zur Finanzierung der Wärmedämmung von Außenwänden, Dächern, Keller- und obersten Geschossdecken, zum Austausch von Fenstern und Außentüren sowie zur Heizungserneuerung.
 
Stadtbaurätin Gabriele Nießen führt aus: „Das neue städtische Förderprogramm bietet einen weiteren Anreiz das eigene Heim energetisch aufzuwerten und somit auch den Wohnkomfort zu erhöhen. Zudem steigt der Wert der Immobilie und schließlich trägt eine erhöhte Altbausanierungsrate zum Klimaschutz bei, indem weniger Energie verbraucht wird. Man muss nicht gleich eine hohe Summe auf einmal in die Hand nehmen; auch Einzelmaßnahmen bringen schon viel.“

Fördersumme von verschiedenen Faktoren abhängig
Die Fördersumme ist für verschiedene Gebäude unterschiedlich hoch. Eine Heizungsanlage wird zum Beispiel grundsätzlich mit 500 Euro bezuschusst. Die Höhe der Förderung für eine Außenwanddämmung ist abhängig von der zu dämmenden Fläche und der Art des Dämmstoffes: Eine Dämmung im Verbundsystem mit natürlichen Dämmstoffen wird beispielsweise mit 15 Euro pro Quadratmeter gefördert – die Förderung für diese Einzelmaßnahme beträgt bei einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern zu dämmender Fläche also 2.250 Euro. Die grundsätzliche Förderhöchstsumme liegt für alle Sanierungsmaßnahmen bei 25 Euro pro Quadratmeter Gesamtwohnfläche:  Bei einem Gebäude mit einer Wohnfläche von 120 Quadratmetern beträgt sie somit 3.000 Euro.

Energetische Standards müssen erfüllt werden
Um die Förderung zu beantragen, muss ein entsprechendes Formular mit den Angaben zu Baujahr, Fläche, Adresse und Art der Sanierungsmaßnahme ausgefüllt werden. Beizulegen ist ein qualifiziertes Angebot des ausführenden Handwerksbetriebes; Eigenleistungen werden nicht gefördert. Auch Wohnungseigentümergemeinschaften sind antragsberechtigt. Die Maßnahmen müssen die in der Förderrichtlinie festgelegten energetischen Standards erfüllen; diese liegen jedoch unter den Anforderungen für eine Förderung durch die KfW-Bank. Nach Abschluss der Baumaßnahme muss der oder die Antragstellende dem Fachdienst Umweltmanagement der Stadt Oldenburg die Schlussrechnung und eine Unternehmererklärung zur Qualitätssicherung vorgelegen.

Die Anträge werden in der Reihenfolge des Eingangs im Amt bearbeitet und ausgezahlt. Gefördert werden nur Anträge mit einem Rechnungsendbetrag von mindestens 400 Euro; weitere Förderungen, beispielsweise vonseiten der KfW-Bank, stehen dem nicht entgegen. Anträge können ab sofort gestellt werden: Das Antragsformular gibt es bei der Stadt Oldenburg, Fachdienst Umweltmanagement, Industriestraße 1, sowie  im Internet unter www. oldenburg.de/energie. Nähere Informationen gibt es zudem bei Armin Bertram, Telefon 0441 235-3605, oder per E-Mail an armin.bertram@stadt-oldenburg.de sowie bei Dagmar Morghen, Telefon 0441 235-348, oder per E-Mail an dagmar.morghen@stadt-oldenburg.de.