03.03.2016

Stadt Oldenburg kritisiert Verhalten der Bahn zur Bahnhofshalle

Oldenburg. Die Stadt Oldenburg fürchtet, dass die Deutsche Bahn AG die historische Gleishalle am Bahnhof nicht erhalten will.

Am Mittwoch, 2. März, fand auf Einladung der Stadt Oldenburg ein Gespräch mit Vertretern der DB Station & Service AG zur denkmalgeschützten Gleishalle statt. Die Vertreterinnen und Vertreter der DB AG machten darauf aufmerksam, dass der bauliche Zustand der Gleishalle sehr schlecht ist und zur Sicherheit der Fahrgäste und des Bahnbetriebs schon Ende März Sofortmaßnahmen eingeleitet werden müssten, die zur Gewährleistung der Standsicherheit beitragen sollen. Dazu gehört der weitere genehmigungspflichtige Abbau denkmalgeschützter Bestandteile.

„Für uns ist die jetzt an den Tag gelegte Eile der Bahn  nicht nachvollziehbar“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Die Bahn hat offenbar  kein Interesse, die historische Gleishalle zu erhalten. Hier sollen Fakten geschaffen werden, um eine breite Diskussion zu verhindern“, so der OB weiter.

Das zeigt der angekündigte Zeitplan: Schon im April soll das Planfeststellungsverfahrens zur Variante „Neue Bahnsteigdächer in der Länge der alten Halle“ eingeleitet werden.

Von allen Teilnehmenden des Gesprächs  wurde eingefordert, dass die DB AG  die Unterlagen, die zu der Einschätzung führen, dass ein Erhalt des Denkmals nicht vertretbar ist, zur Verfügung stellt. Dies hat die Deutsche Bahn AG  für die nächsten zwei bis drei Wochen zugesagt.

Stadtbaurätin Gabriele Nießen befürchtet, dass die Bahn nunmehr entschlossen ist „das Denkmal zu beseitigen“. Nach Auffassung der Stadt ist die vernachlässigte Unterhaltung Ursache für den schlechten baulichen Zustand der Gleishalle.