25.08.2016

Stadtmuseum lädt ein zu Streifzug durch 500 Jahre Oldenburger Kartographie

Oldenburg. Ab sofort gewährt das Stadtmuseum Oldenburg im Internet Einblicke in seine beachtliche Sammlung von Karten und Plänen zur Geschichte Oldenburgs. Auf der Internetseite des Museums unter www.stadtmuseum-oldenburg.de/online-karten ist eine Online-Ausstellung mit dem Titel „Vermessen – Oldenburger Karten und Pläne“ entstanden, die die virtuellen Besucher in 500 Jahre Oldenburger Kartographie entführt.

Die Kartenwerke umfassen alle wesentlichen, bis heute erschienenen Stücke vom ausgehenden 16. Jahrhundert bis in die jüngste Vergangenheit. Seit 2013 wird der insgesamt etwa 2.500 Exponate umfassende Bestand auf der Grundlage einer bereits in den 1980er Jahren erfolgten Ersterfassung digitalisiert. „80 aus unserer Sicht besonders wichtige, zu einem kleineren Teil auch noch weitgehend unbekannte Karten haben wir für diese Online-Präsentation ausgewählt“, sagt Museumsleiter Dr. Andreas von Seggern. Neben bekannten Exponaten, etwa der ersten seriösen Stadtansicht von Pieter Bast aus dem Jahre 1598 oder dem sehenswerten „Vollimhaus-Plan“ der ausgehenden 1820er Jahre, wurden auch Gesamtansichten des Oldenburger Landes sowie Detailkarten der Stadt hinzugefügt, um den Facettenreichtum der Sammlungen zu betonen.

Das Stadtmuseum erfülle damit sukzessive nicht nur eine Kernaufgabe heutiger Museen, die nachhaltige Digitalisierung historischer Überlieferung, sondern wolle darüber hinaus die interessierte Öffentlichkeit an der Sammlungsarbeit des Stadtmuseums Oldenburg teilhaben lassen, betont von Seggern und begründet dies so: „Die Bürgerinnen und Bürger haben schließlich ein Anrecht, auch das zu sehen, was sich in den Depots unseres Hauses, gut verwahrt und von ihrem Geld unterhalten, befindet.“ Auch wenn es die Kapazitäten nicht immer wie gewünscht zulassen, wird das Museum – parallel zur angestrebten Erweiterung der Räumlichkeit – diesen Weg in den kommenden Jahren mit weiteren, bereits in Planung befindlichen Online-Präsentationen fortsetzen. Dabei hofft von Seggern auch, dass etwas nicht zu kurz kommt, was man leider noch immer nicht unbedingt mit Museen in Verbindung bringe: „Man soll – jenseits aller intellektuellen Ansprüche – schlicht und einfach Freude beim Anblick der Karten aus 500 Jahren Oldenburgischer Kartographie empfinden.“ Daher sei die Betextung der Karten bewusst auf Stichworte beschränkt geblieben, um dem Entdeckerdrang der Betrachter nicht vorzugreifen.