06.02.2020

Terrorismus zwischen Revolution und Religion

Oldenburg. Der Schriftsteller Sherko Fatah ist einer der klügsten Beobachter und Deuter der Vorgänge im Nahen Osten. Am Dienstag, 18. Februar, stellt er seinen neuen Roman „Schwarzer September“ in der Reihe „Konstellationen“ des Literaturhauses Oldenburg vor. Dort spricht er mit Ralph Hennings, Pastor an der Lambertikirche und Kirchenhistoriker an der Carl von Ossietzky Universität, über Religion und Terrorismus. Der Austausch wird von Michael Sommer, Professor für Alte Geschichte und Vorsitzender des Philosophischen Fakultätentages, moderiert. Die Veranstaltung findet ab 19.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, statt. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können beim Literaturhaus per E-Mail an literaturhaus@stadt-oldenburg.de oder per Telefon unter 0441 235-3014 vorbestellt werden.

Sherko Fatah thematisiert in „Schwarzer September“ die Konflikte im Nahen Osten, ihre Entwicklung und Auswirkung auf das heutige Westeuropa. Seine handelnden Figuren mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen finden sich inmitten der Konflikte in den 1970er Jahren wieder – einige als rebellische Idealisten, andere als Unterstützer terroristischer Gruppen. Sie alle verbindet eines: Werkzeuge in einem Zusammenhang zu sein, den sie nicht durchdringen. In dieser Zeit entwickelt sich eine Gewalt, die uns bis heute beschäftigt, auch wenn der Terrorismus sich inzwischen von revolutionärem Elan zu einer extrem politisierten Religiosität gewandelt hat.
 
Die Veranstaltungsreihe „Konstellationen“ wird von der Stiftung Niedersachsen gefördert und ist ein Kooperationsprojekt mit dem Institut für Geschichte der Oldenburger Universität.

Sherko Fatah liest im Wilhelm13. Foto: Peter vom Felbert
Sherko Fatah liest im Wilhelm13. Foto: Peter vom Felbert