25.01.2017

Umschlagsplus im Oldenburger Hafen 2016

Oldenburg. Der Umschlag im Schiffs- und Bahnverkehr hat im Jahr 2016 nach Angaben des Eigenbetriebs Hafen der Stadt Oldenburg im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 3,78 Prozent verzeichnet. Der Gesamtumschlag im Hafen Oldenburg lag 2016 bei 1.055.524 Tonnen. Im Jahr 2015 waren es 1.017.023 Tonnen.
   
„Dieser Anstieg geht auf das Konto der Baustoffe, da die anhaltend gute Baukonjunktur im Nordwesten zu einer hohen Nachfrage nach Sand, Kies und Splitt führte. Diese Entwicklung wird sich aller Voraussicht nach auch 2017 fortsetzen“, sagt Nico Steudel, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag, die den größten Teil der Baustoffmengen über ihre Anlagen umschlägt.

„Trotz der widrigen Umstände in der Landwirtschaft (Milchpreis und Schweinepreisentwicklung) ist es uns gelungen, die Produktionsmengen am AGRAVIS-Standort Oldenburg weiter zu festigen und somit auch die Umschlagszahlen im Oldenburger Hafen weiter zu halten“, erläutert Heinrich Bruns, Geschäftsführer der AGRAVIS Oldenburg.

Schiffsumschlag
Der Schiffsumschlag ist gegenüber dem Jahresergebnis 2015 um 3,74 Prozent auf 1.039.804 Tonnen gestiegen. Während der Umschlag im Seeverkehr gegenüber dem Vorjahr auf 70.507 Tonnen gesunken ist (ein Rückgang von 14,17 Prozent), ist der Umschlag im Binnenverkehr um 5,34 Prozent auf 969.297 Tonnen gestiegen. Im Seeverkehr hat die Anzahl der Schiffe abgenommen, dafür ist die Anzahl der Binnenverkehrsschiffe gestiegen (962 gegenüber 891). Insgesamt liefen 2016 1.008 Schiffe den Oldenburger Hafen an.

Für die kommenden Jahre wird seitens der Oldenburger Hafenwirtschaft wieder mit einem Anstieg der Seeschiffsverkehre gerechnet. Zum einen wird die Fertigstellung der im Bau befindlichen Wendestelle im Frühling 2019 größeren Schiffen die Passage nach Oldenburg ermöglichen, zum anderen akquirieren die Unternehmen gezielt in diesem Segment.

Im Hinblick auf die einzelnen Güter ist der Umschlag im Bereich Baustoffe (Sand, Kies, Erden, Steine) im Vergleich zum Vorjahr auf 562.584 Tonnen gestiegen, eine Zunahme von 14,27 Prozent. Der Umschlag der Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft (Getreide und Futtermittel) sowie der Düngemittel ging zurück (um 5,15 Prozent auf 415.176 Tonnen beziehungsweise um 13,02 Prozent auf 32.849 Tonnen). Der ausgehende Umschlag (Sekundärrohstoffe, Altmetalle) ist auf 27.885 Tonnen in 2016 gefallen, eine Abnahme um 19,26 Prozent.

Bahnumschlag
Der Bahnverkehr schließt im Jahr 2016 gegenüber 2015 bei derselben Anzahl eingesetzter Waggons mit einem Gesamtgüterumschlag von 15.720 Tonnen ab, eine Steigerung von 1.041 Tonnen. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 7,09 Prozent. Bei den Gütern im Bahnverkehr handelt es sich hauptsächlich um Düngemittel (73,39 Prozent, 11.537 Tonnen). Daneben entfallen 18,31 Prozent (2.879 Tonnen) auf Baustoffe und 8,3 Prozent (1.304 Tonnen) auf Flüssiggas. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Menge an umgesetztem Gas abgenommen, die Menge an umgesetzten Baustoffen und Mineraldünger ist gestiegen.