22.02.2016

Veranstaltungsreihe Living History

Oldenburg. Das Kulturbüro der Stadt Oldenburg widmet sich in der Veranstaltungsreihe „Living History“ der Flüchtlingssituation und ihren gesellschaftlichen Auswirkungen. Ab dem 1. März werden im Rahmen einer Lesung, von Filmvorführungen, Vorträgen und Diskussionen verschiedene Aspekte dieser aktuellen Thematik beleuchtet. In welcher Gesellschaft wollen wir leben und welche Veränderungen für unsere Gemeinschaft sind wir bereit mitzutragen? Das Kulturbüro der Stadt Oldenburg bietet mit der Veranstaltungsreihe die Möglichkeit, sich darüber zu verständigen und miteinander zu diskutieren.  

Den Auftakt der Reihe macht die Lesung „Lasst sie kommen, all die Frauen, die Kinder, die Männer…“ mit der Oldenburger Schauspielerin Elfie Hoppe und Schauspieler Ulf Goerges. Sie findet statt am Dienstag, 1. März, um 19.30 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3.

Der Vortrag „Friedland – Tor zur Freiheit?“ folgt am Donnerstag, 3. März, um 19.30 Uhr im Forum St. Peter, Peterstraße 22-26: Lorraine Bluche, Kuratorin im wissenschaftlichen Aufbauteam des Museums Friedland, spricht über die Konzeption und Umsetzung des Museums, das in unmittelbarer Nähe der Erstaufnahmeeinrichtung Friedland im südlichen Niedersachsen eröffnet wird. Über den Standort Friedland wurden seit der Gründung des Lagers nach dem Zweiten Weltkrieg inzwischen mehr als vier Millionen Flüchtlinge aufgenommen.

Am Montag, 7. März, um 19.30 Uhr stellt der Migrationsforscher und Publizist Mark Terkessidis im Kulturzentrum PFL in seinem Vortrag „Die Menschen sind eigensinnig wie nie“ seine Idee der Kollaboration vor: Dies meint eine positive Form von Zusammenarbeit, in der eine aktive Bürgergesellschaft ihre Handlungsspielräume nutzt und ihre Wert- und Zukunftsvorstellungen miteinander aushandelt, um das gemeinschaftliche Leben zu verbessern.

Ein Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist die öffentliche Debatte „Welches Land wollen wir sein?“ am Mittwoch, 9. März, um 19.30 Uhr im Kulturzentrum PFL. Initiiert wurde die Debatte von Harald Welzer (FuturZwei) und Alexander Carius (adelphi). Gemeinsam und öffentlich debattieren seit dem letzten Jahr in zahlreichen Städten Bürgerinnen und Bürger darüber, mit welcher Haltung die derzeitigen Herausforderungen durch die Flüchtlinge erfolgreich gemeistert werden können. Thomas Kleinspehn begleitet die Debatte im Rahmen seiner Sendung  „Living History – Offene Gesellschaft, wie kann Integration von Flüchtlingen aussehen?“, die am 14. und 29. März jeweils von 13 bis 14 Uhr beim Lokalsender Oldenburg eins zu hören ist, dem Medienpartner der Veranstaltungsreihe „Living History“.

Vom 6. bis 23. März präsentieren das Kulturbüro der Stadt Oldenburg, das Casablanca-Kino und das Forum St. Peter Filme über Menschen auf der Flucht. Gezeigt werden die Dokumentarfilme „Gestrandet“, „Little Alien“, „Iraqi Odyssey“ und „Foreign – Fremd!“ sowie der Spielfilm „Mediterranea – Refugees Welcome?“. Sie laufen jeweils im Casablanca-Kino, Johannisstraße 17, der Eintritt beträgt 8,50 Euro oder 7,50 Euro mit Gildepass. „Little Alien“ wird am 7. und 8. März als Sondervorstellung für Schulklassen angeboten; Anmeldungen sind möglich unter Telefon 0441 884757 oder per E-Mail an janssen@casablanca-kino.de.