28.02.2019

Vielseitige Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag

Oldenburg. Seit mehr als 100 Jahren gehen Frauen am 8. März für ihre Rechte auf die Straße und demonstrieren für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit. War am Anfang das Wahlrecht das beherrschende Thema, sind es heute vielfältigere Formen der Diskriminierung, gegen die sich Frauen wehren, wie unbezahlte Fürsorgearbeit, häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch, um nur einige Beispiele zu nennen. In Oldenburg wird rund um den Internationalen Frauentag auf vielfältige Weise gezeigt, wo schon Erfolge erzielt wurden und wo Gleichberechtigung noch nicht erreicht ist. Erstmalig gibt das Gleichstellungsbüro ein Veranstaltungsheft heraus, das alle Veranstaltungen aufführt und an zahlreichen Ausgabestellen im Stadtgebiet erhältlich ist sowie online unter www.oldenburg.de/gleichstellung zu finden ist.
 
„Die vielen Aktiven, die den Internationalen Frauentag gestalten, zeigen das breite Bündnis für Frauenrechte, das es in Oldenburg bereits gibt“, unterstreicht Renate Vossler, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte. „Es ist ermutigend, die Erfolge zu zeigen und gleichzeitig daran zu erinnern, dass diese keine Selbstverständlichkeit sind und wir noch einen weiten Weg bis zum Erreichen der tatsächlichen Gleichberechtigung vor uns haben.“

Los geht es bereits am Mittwoch, 6. März: Ab 20 Uhr wird im Alhambra, Hermannstraße 83, bei freiem Eintritt die Dokumentation „Wir kommen – Die Geschichte der neuen Frauenbewegung in Oldenburg“ gezeigt. Am Donnerstag, 7. März, ab 10 Uhr lädt der Stadtteiltreff Kreyenbrück zu einem internationalen Frauenfrühstück ein. Es wird um einen kulinarischen Beitrag zum Büfett und zur besseren Planung um Anmeldung per E-Mail an gwa-kreyenbrueck@stadt-oldenburg.de gebeten.

Die Gemeinwesenarbeit Bloherfelde informiert am Freitag, 8. März, ab 10 Uhr während eines internationalen Frühstücks über Frauenrechte. Der Vormittag wird außerdem mit Musik, Tanz und Überraschungen gestaltet. Der Eintritt beträgt 3 Euro. Anmeldungen sind erforderlich per E-Mail an  ina.ruschinski@stadt-oldenburg.de.

Damit sich Frauen an der Innenstadtaktion, die am 8. März ab 11.30 Uhr auf dem Rathausplatz stattfindet, und an der feministischen Demonstration ab 15 Uhr beteiligen können, bietet IBIS e.V., Klävemannstraße 16, ab 13 Uhr eine Kinderbetreuung und ab 14 Uhr eine Männerbetreuung an. Der Tag wird mit dem Konzert „Damenwahl“ der Lesbenchörin im Hempels, Ziegelhofstraße 83, ergänzt. Beginn ist um 19 Uhr. Unter dem Motto „Last Night a Djane saved my Life“ lädt der Polyester Klub ab 21 Uhr, Am Stadtmuseum 15, zum Abtanzen ein.

Auch am Samstag, 9. März, darf bei der „FrauenLesbenInterTrans*Party“ ab 22 Uhr im Alhambra, Hermannstraße 83, getanzt werden. Der „solidarische Eintritt für feministische Strukturen im Alhambra“ beträgt zwischen 3 und 5 Euro.

Mit dem Film „God is not Working on Sunday“ wird am Sonntag, 10. März, um 18 Uhr die diesjährige Filmreihe im Cine k eröffnet. Erzählt wird in der Langzeitdokumentation die Geschichte zweier Aktivistinnen in Ruanda, die sich dafür engagieren, die Traumata nach dem Völkermord zu überwinden.

Die Gleichstellungsstelle der Jade Hochschule, Ofener Straße 16-19, eröffnet am Mittwoch, 13. März, um 10 Uhr mit dem Vortrag „Demokratiegeschichte ist Frauengeschichte“ von Dipl. Ing. Gabriele Beckmann die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“, die bei freien Eintritt bis zum 26. März zu sehen sein wird. Am gleichen Abend zeigt das Cine k ab 18 Uhr den Film „#Female Pleasure“, in dem an den Lebensgeschichten von fünf Frauen aus fünf Kulturen aufgezeigt wird, wie wichtig der Kampf für eine selbstbestimmte weibliche Sexualität heute ist.

Am Freitag, 15. März, 20 Uhr, und Samstag, 16. März, 18 Uhr, wird in der Limonadenfabrik, Steinweg 20, die generationsübergreifende Performance „Das feministische Paradies“ erneut aufgeführt. In biografischen Erzählungen und fiktiven Texten wird die erste und heutige Frauenbewegung gegenübergestellt. Ebenfalls am Freitag, 15. März, wird um 21 Uhr im Cine k bei freiem Eintritt und mit Sektempfang die Filmreihe mit der Kurzversion des Film „A Land Shaped by Women“ abgeschlossen. Zwei Freeride-Weltmeisterinnen fahren mit dem Wohnmobil durch Island und treffen dabei auf inspirierende Frauen, die viel über die lange Geschichte der Gleichberechtigung in einem der wohl fortschrittlichsten Länder zu sagen haben.

Den Abschluss zum Veranstaltungsreigen rund um den Internationalen Frauentag bildet die Preisverleihung der „Zonta Frau des Jahres“ an Linda Rosenkranz am Mittwoch, 20. März, um 19 Uhr im Wilhelm 13, Leo-Trepp-Straße 13, durch den Zonta Club Oldenburg.