26.06.2015

Wenn die Biotonne anfängt zu stinken

Oldenburg. Warme Temperaturen bringen es oft mit sich: Biotonnen können unangenehme Gerüche entwickeln, zuweilen kommt es zusätzlich zu starkem Madenbefall. „Das Problem beginnt häufig schon in der Küche, wenn Essensreste nicht sofort abgedeckt und in einen nicht geschlossenen Küchenabfallbehälter gegeben werden, denn dann können Fliegen ungehindert ihre Eier darauf ablegen“, erklärt Arno Traut, Betriebsleiter das AWB. „Aus ihnen schlüpfen dann in der warmen Biotonne die weißen Fliegenmaden, die bei dem Nahrungsangebot besonders gut gedeihen. Die Gerüche wiederum entstehen durch die Aktivität bestimmter Bakterien.“

Zur Verminderung dieser unangenehmen Begleiterscheinungen gibt es eine ganze Reihe wirksamer Maßnahmen:
1. Wickeln Sie feuchte Essensreste in Zeitungspapier oder Küchenkrepp ein. Damit wird dem Bioabfall Feuchtigkeit entzogen.
2. Legen Sie den Boden Ihrer Biotonne mit Zeitungspapier aus. Das Papier saugt die Nässe auf und der Bioabfall klebt nicht am Tonnenboden. Je trockener der Bioabfall ist, desto weniger geruchsintensive Bakterien entstehen.
3. Stellen Sie die Biotonne an einem möglichst schattigen, kühlen Platz auf. Damit verschlechtern Sie die Wachstumsbedingungen für Bakterien, Pilze und Maden.
4. Lassen Sie Gartenabfälle, insbesondere Grasschnitt, vor dem Einfüllen in die Biotonne anwelken. So wird der Abfall trockener.
5. Öffnen Sie den Deckel der Biotonne nur so lange wie unbedingt nötig. Damit vermeiden Sie Fliegenbefall.
6. Verdichten Sie Ihren Bioabfall nicht. So vermeiden Sie, dass sich ungewünschte Bakterien vermehren und damit Gerüche entstehen.
7. Sprühen Sie im Sommer den Tonnendeckel und die Tonnenwände gelegentlich mit Essig ein. Das beugt Madenbefall vor.
8. Reinigen Sie Ihre Biotonne ab und zu mit Wasser und lassen sie vor dem nächsten Befüllen trocknen.

„Wenn Sie diese Tipps beachten“, so Traut, „ können Sie Belästigungen durch Maden und Gerüche weitestgehend vermeiden. Das macht nicht nur Ihren Gang zur Biotonne angenehmer, auch unsere Mitarbeiter der Müllabfuhr werden es Ihnen danken.“