22.03.2018

Wenn sich das Leben wiederholt

Oldenburg.  Würden wir das Leben noch einmal führen, wie wir es geführt haben, wenn wir gewusst hätten, was kommen wird? Dieser Frage geht Peter Stamm, der große Erzähler existentieller Erfahrungen, in seinem neuen Roman „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“ nach. Er präsentiert sein Werk am Mittwoch, 4. April, im Programm des Literaturbüros Oldenburg im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Schweizer Autor liest aus seinem Buch vor und diskutiert mit Literaturwissenschaftlerin Gabriella Paterson darüber, ob man seinem Schicksal entgehen kann. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können online unter www.wilhelm13.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro vorbestellt werden.

In seinem Roman verwebt Peter Stamm gekonnt Realität mit Fiktion und Gegenwärtiges mit Vergangenem: Im Mittelpunkt steht ein Schriftsteller in der Schaffenskrise, der heftig an sich zweifelt und dann seinem Alter Ego begegnet, jenem Studenten, der er selbst einmal war. Er beginnt, den Mann zu verfolgen, findet dessen Wohnung just in dem Haus, wo er selbst einst lebte, und in dessen Freundin das Ebenbild seiner ehemaligen Geliebten. Ihr möchte Christoph, der Schriftsteller, seine Geschichte erzählen und sie warnen vor dem, was ihr bevorsteht und er hinter sich hat.

Peter Stamm, geboren 1963, lebt in der Schweiz. Seit 1990 arbeitet er als freier Autor. Er schrieb mehr als ein Dutzend Hörspiele. Seit seinem Romandebüt „Agnes“ (1998) erschienen fünf weitere Romane, fünf Erzählungssammlungen und ein Band mit Theaterstücken, zuletzt die Romane „Nacht ist der Tag“ und „Weit über das Land“ sowie unter dem Titel „Die Vertreibung aus dem Paradies“ seine Bamberger Poetikvorlesungen. Zuletzt wurde er mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis (2014), dem Cotta Literaturpreis (2017) und dem ZKB-Schillerpreis (2017) ausgezeichnet.