28.02.2020

Wer folgt auf Robert Habeck als Oldenburger Grünkohlmajestät?

Berlin/Oldenburg. Bereits zum 63. Mal kommen zahlreiche Prominente in die Berliner Vertretung des Landes Niedersachsen, um dort am traditionellen Grünkohltisch Platz zu nehmen. An Attraktivität hat die Veranstaltung nicht verloren, im Gegenteil. Das traditionelle „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ am Montag, 2. März, lockt rund 270 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und dem öffentlichen Leben in die Bundeshauptstadt.

Neben Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, Schirmherr des Kohlessens, wird auch die amtierende Kohlmajestät Robert Habeck dabei sein und das Zepter weitergeben. An wen, bleibt dem Verlauf des Abends vorbehalten. Zunächst einmal gilt der Dank aber der amtierenden Kohlmajestät: „Robert Habeck hat als Kohlkönig Kramermarkt und Kibum kennengelernt und damit Oldenburg in seiner ganzen Vielfalt erlebt“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Zu den politisch prominenten Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kohlessens am 2. März gehören Bundesjustizministerin Christine Lambrecht und Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie. Für die SPD-Politikerin ist der Abend quasi ein Heimspiel, denn Berlin ist die politische Heimat Giffeys, die viele Jahre Bürgermeisterin von Neukölln war. Aber erst am Abend der Veranstaltung wird sich erweisen, ob innerhalb der politischen Farbenlehre nun Rot auf Grün folgt.

Im Kurfürsten-Kollegium gibt es eine personelle Veränderung. Dietmar Wischmeyer, alias Günther der Treckerfahrer, ist wegen einer laufenden Tournee diesmal nicht dabei. Er wird vertreten vom Moderator Yared Dibaba. Des Weiteren gehören dem Kollegium an: Ministerpräsident Stephan Weil, Dr. Christian Friege (CEWE), Dr. Ulrich Knemeyer (Öffentliche), Hilger Koenig (OLB), Wolfgang Mücher (EWE), Jürgen Rauber (LzO) und Günther Tallner (Nord LB).

Gut vertreten beim 63. Grünkohlessen ist auch die niedersächsische Landespolitik: Zugesagt haben Olaf Lies (Umwelt) und Reinhold Hilbers (Finanzen).

Den Service für die zahlreichen Gäste bei der Oldenburger Traditionsveranstaltung übernehmen der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) und die Berufsbildenden Schulen III. Unter ihrer Anleitung betreuen Auszubildende des Hotel- und Gastronomiegewerbes aus der Region Oldenburg die Gäste an den Tischen.

Grünkohl, Pinkel und Kochwurst, Speck und Kasseler stammen aus original Oldenburger Herstellung von der Oldenburger Fleischerei Bartsch und dem „Bümmersteder Krug“ in Oldenburg. Der berühmte „Löffeltrunk“ ist gefüllt mit gutem Schnaps aus dem Hause Hullmann. Das Pils dazu kommt aus dem Friesischen Brauhaus zu Jever. Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V., die Deutsches Milchkontor GmbH und die Molkerei Ammerland eG versorgen die Gäste mit Käsespezialitäten.

Die Gäste des Kohlessens werden auch in der diesjährigen Ausgabe um eine Spende gebeten. Die Erlöse gehen an die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention „Rose 12“, Mentor Oldenburg – Die Leselernhelfer e.V. und die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche e.V. (TrostReich).
Das „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ wurde im Jahre 1956 in der alten Bundeshauptstadt Bonn aus der Taufe gehoben. Seit 1998 findet es in Berlin statt. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.oldenburg.de/berliner-kohlessen.

Kulinarische Statistik
Was voraussichtlich auf die Tische kommt:

200 Kilogramm Grünkohl
60 Kilogramm Fleischpinkel
95 Kilogramm Kasseler-Kotelett ohne Knochen
50 Kilogramm Kochmettwurst
38 Kilogramm geräucherter Speck