17.04.2014

Wir gratulieren…

Oldenburg: In einer immer älter werdenden Gesellschaft können die Belegschaften in den Unternehmen nicht immer jünger werden! Deshalb setzen zukunftsorientierte Betriebe verstärkt auf die Potenziale Älterer und entwickeln Lösungen, um deren Erfahrungen und Stärken zu binden und zu fördern. Solch eine demografiebewusste Personalpolitik zeichnet sich durch einen ausgewogenen Mix zwischen jungen Nachwuchskräften und älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit langjähriger Berufserfahrung aus. Sie berücksichtigt in allen Unternehmensbereichen die Entwicklung von Kompetenzen, die Gesundheitsvorsorge und die Motivation im Erwerbs- und Lebensverlauf.
Zur Würdigung von Unternehmen, die der Beschäftigung und Einstellung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen hohen Stellenwert einräumen, wurden am 10. April 2014 in Berlin 77 Unternehmen durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausgezeichnet.
Für den Beschäftigungspakt Oldenburg50plus konnte die Jugend- und Familienhilfe Oldenburg gGmbH den Preis im Rahmen einer sehr gelungenen und würdigen Veranstaltung entgegen nehmen.
Gesucht und ausgezeichnet wurden Unternehmen, die unabhängig von ihrer Unternehmensgröße und vom Wirtschaftsbereich herausragende und beispielgebende Leistungen erbringen, die u.a. gesundheitsfördernde Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Beschäftigungsfähigkeit, Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung sowie arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen auch für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beinhalten. Die gezielte Strategien und den Weitblick in der Personalentwicklung oder Ideen und beispielhafte Konzepte hinsichtlich der demografischen Entwicklung von altersgemischten Belegschaften bereitstellen.
Die Jugend- und Familienhilfe Oldenburg wurde vor 20 Jahren als eingetragener Verein gegründet mit dem Ziel, bedürftigen Menschen Unterstützung bei einer selbst bestimmten und eigenständigen Lebensführung zu bieten. Seit 2004 ist die Jugend- und Familienhilfe Oldenburg eine gemeinnützige GmbH und betreut mit ihren Angeboten ca. 200 Familien in der Stadt Oldenburg und den umliegenden Landkreisen Oldenburg, Ammerland und Friesland. Seit 2005 gibt es eine Wohngruppe und ein Schutzhaus für Kinder, die Familien aus der näheren Umgebung in ihrer Lebensgestaltung unterstützen. Da die Jugend- und Familienhilfe Oldenburg in der Regel mit herausfordernden problematischen Situationen (z.B. Kindeswohlgefährdung, psychische Erkrankungen, Suchterkrankungen, Trennung und Scheidung) in den Familien konfrontiert ist, ist die Psychohygiene aller Beschäftigten besonders wichtig. Als Arbeitgeber möchte die Jugend- und Familienhilfe Oldenburg in der Region attraktiv sein und für angemessene tarifliche Bezahlung sorgen. An älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern schätzen die Jugend- und Familienhilfe die Lebenserfahrung, die sie für die tägliche Arbeit mitbringen. Häufig sind ältere Beschäftigte von Klienten eher akzeptiert. Auch die Jugendämter freuen sich über die langjährige Erfahrung, die ältere Beschäftigte mitbringen und nehmen Vorschläge zum weiteren Vorgehen gerne an.
Mit großer Wertschätzung nicht nur gegenüber den zu begleitenden Menschen sondern auch gegenüber den Beschäftigten versucht die Jugend- und Familienhilfe Oldenburg eine hohe Akzeptanz für die vielfältigen Lebensentwürfe und die soziale Verantwortung zu finden.

Die Preisverleihung fand am 10. April 2014 im Jüdischen Museum Berlin statt. Der Preis, ein Kaleidoskop und eine Urkunde, wurden durch Frau Dr. Rose Langer, Unterabteilungsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, verliehen.

v.r.n.l. Volker Trautmann, Geschäftsführer Jobcenter Oldenburg; Susanne Behre, Mitarbeiterin Jugend- und Familienhilfe Oldenburg gGmbH; Cordula Breitenfeldt, Geschäftsführerin Jugend- und Familienhilfe Oldenburg gGmbH; Dr. Rose Langer, Unterabteilungs
Foto: Jobcenter Oldenburg