30.05.2017

Zuschuss für Pille, Spirale und Sterilisation

Oldenburg. Wenn das Einkommen gering ist, bleibt kaum Geld für Verhütungsmittel übrig: Seit dem Jahr 2010 zahlt die Stadt Oldenburg daher Frauen und Paaren mit geringen finanziellen Ressourcen Zuschüsse für Verhütungsmittel. Seit kurzem kann diese Unterstützung  auch bei der AWO-Schwangerschaftsberatungsstelle, Cloppenburger Straße 65,  beantragt werden. Daneben zahlt weiterhin die pro familia Beratungsstelle, Bahnhofsplatz 10, den Zuschuss aus.

„Wir freuen uns über die Aufteilung des Verhütungsmittelzuschusses zwischen pro familia und der AWO-Beratungsstelle. Wir versprechen uns davon eine bessere Erreichbarkeit für die Antragstellerinnen und Antragsteller und damit eine Ausweitung des Angebots“,  sagt Katrin Boltes, Leiterin der pro familia Beratungsstelle. „Verantwortungsvolle Verhütung und bewusste Familienplanung darf nicht an finanziellen Engpässen scheitern“, ergänzt Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. „Der Verhütungsmittelzuschuss leistet hierzu einen hilfreichen Beitrag.“

Der Zuschuss wird gezahlt für hormonelle Verhütungsmittel (zum Beispiel Pille, Dreimonatsspritze, NuvaRing, Verhütungspflaster) oder mechanische Verhütungsmittel (zum Beispiel Spirale, Diaphragma), zudem die Sterilisation für Frauen und Männer.  Für die nicht verschreibungspflichtige „Pille danach“ wird der Zuschuss ebenfalls gezahlt. Neu ist die Bezuschussung von medizinischen Kontrolluntersuchungen bei Verwendung der Spirale in den Folgejahren.

Pro Jahr werden maximal 100 Euro gewährt, bei hormonellen Verhütungsmitteln werden 50 Prozent der Kosten für das aktuelle Rezept erstattet. Antragsberechtigt sind Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II (SGB II) oder Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung (SGB XII) oder Berechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ab 20 Jahren mit erstem Wohnsitz in Oldenburg.