lokaler Beitrag zur Energiewende

Solaranlage auf dem Dach der Feuerwache

Die erste genossenschaftlich geplante Solaranlage Oldenburgs ist am Donnerstag, 27. Juni 2019, auf dem Dach der Feuerwache in der Ibo-Koch-Straße in Betrieb genommen worden. Die 40 kW-Anlage ist ein Projekt der Energie-Genossenschaft Olegeno, das von der Stadt Oldenburg unterstützt wird. Die Fläche auf dem Dach der Feuerwache eignet sich sehr gut für die Solaranlage, mit dem produzierten Strom können etwa 16 Haushalte versorgt werden.

„Wir sollten diese Form der Energiegewinnung Schritt für Schritt weiterentwickeln. Bislang verfügen mehr als 1.300 Dächer in Oldenburg über eine PV-Anlage, wir können diesen Anteil aber noch deutlich steigern“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Stromeinspeisung nach dem EEG-Vergütungsmodell
Die Anlage speist Strom nach dem EEG-Vergütungsmodell ein. Damit wird der Anteil erneuerbarer Energie im Oldenburger Stromnetz erhöht. Dieses Projekt wird von den rund 350 Mitgliedern der Olegeno Oldenburger Energie-Genossenschaft eG getragen. Zusätzlich zu den Genossenschaftsanteilen zeichneten 27 Mitglieder zusammen mehr als 160 Solarbausteine zur Finanzierung. Solarbausteine sind langfristige Nachrangdarlehen, die Mitglieder ihrer Genossenschaft gewähren und dafür jährlich Zinssatz erhalten.

„Viele Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt wünschen sich angesichts der Klimakrise eine zukunftsfähige Energiekultur und einen schnellen und beherzten Abschied von fossilen Energiequellen. Die demokratische Unternehmensform der Genossenschaft ist der passende Rahmen, dieses Generationenprojekt in Oldenburg unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger voranzutreiben. Die Anlage auf der Feuerwache ist daher erst der Anfang“, sagt Sebastian Specht vom Vorstand der Genossenschaft.

Über das Solardachkataster der Stadt Oldenburg
Im Jahr 2018 hatte die Stadt ein Solarkataster erstellen lassen, um herauszufinden, welche Dächer im Stadtgebiet sich für das Anbringen einer Solaranlage eignen. Dabei wurde ermittelt, dass von den rund 96.000 Gebäudedächern in der Stadt Oldenburg insgesamt 50 Prozent gut geeignet sind, per Solaranlage Strom mit Sonnenenergie zu erzeugen oder Wasser zu erwärmen. Durch die vollständige Nutzung aller rentablen Flächen könnte rein rechnerisch der private Strombedarf in der Stadt Oldenburg mehrfach gedeckt werden.

„Das neue und sehr nutzerfreundliche Angebot ist ein weiterer wichtiger Beitrag zur Umsetzung der städtischen Klimaschutzstrategie. Es zeigt das enorme Solarpotenzial der einzelnen Gebäude in Oldenburg“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Auch für uns ist das Solarkataster ein wichtiges Werkzeug zur ersten Bewertung von Projekten mit Dachflächen über 300 qm geworden. Wir empfehlen auch jedem Eigenheimbesitzer, unbedingt einen Blick auf dieses Angebot der Stadt zu werfen und sich dann an einen Solar-Installateur zu wenden“, ergänzt Sebastian Specht.

Weitere Informationen
Das Solar- und Gründachkataster ist online abrufbar unter www.oldenburg.de/solardachkataster »