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Fliegerhorst Schneidebrett

Ein kleines Stück Oldenburg. Jedes Schneidebrett ist einzigartig in der Maserung und Struktur des Holzes. Die Stückzahl ist limitiert.

Im Rahmen der Kampfmittelsondierung mussten auf dem Fliegerhorst Bäume gefällt werden. Die Stadtverwaltung stellte aus ihnen ein nachhaltiges und geschichtsträchtiges Produkt für die Oldenburgerinnen und Oldenburger her: Das Schneidebrett Tragfläche aus massivem Birkenholz. Mit dem Verkaufserlös der 1.100 Brettchen wird die Anpflanzung neuer Bäume auf dem Fliegerhorst finanziert.

Gefertigt wurden die Schneidebretter in Handwerksarbeit von den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg. Sie sind aus vollem Birkenholz geschnitten und lebensmittelecht geölt. Die Gravur der Brettchen informiert Sie über die Baumart und das Jahr der Fällung. Der eingravierte Schriftzug Tragfläche erinnert an die ursprüngliche Nutzung des Geländes als Flugplatz und weist zudem auf die Nutzungsmöglichkeit des Produktes hin: Tragfläche für leckere Stullen und andere Köstlichkeiten. Guten Appetit.

Fliegerhorst-Schneidebretter jetzt in drei Geschäften erhältlich

Ab sofort bieten drei Verkaufsstellen in der Oldenburger Innenstadt die Fliegerhorst-Schneidebretter an: der Shop des Stadtmuseums, die Touristinformation Oldenburg sowie das Kaufhaus der Gemeinnützigen Werkstätten (KDW). Etwa 250 der insgesamt rund 1.000 angefertigten Schneidebretter wurden bereits im Rahmen einer Veranstaltung am 5. September auf dem Fliegerhorst verkauft. Da die Stadtverwaltung weiterhin viele Anfragen der Bürgerinnen und Bürger nach dem Brettchen erreichen, ist es jetzt in drei Oldenburger Läden erhältlich. So lange der Vorrat reicht!

  • KDW - Kaufhaus der Werkstätten, Julius-Mosen-Platz 4, 26122 Oldenburg
  • Stadtmuseum Oldenburg, Am Stadtmuseum 4-8, 26121 Oldenburg
  • Touristinformation Oldenburg, Lange Straße 3, 26122 Oldenburg

Die Schneidebretter gibt es in drei unterschiedlichen Größen:

  • Schneidebrett Tragfläche klein: 22 x 14 x 1,5 Zentimeter, 12 Euro
  • Schneidebrett Tragfläche mittel: 29 x 19 x 1,5 Zentimeter, 15 Euro
  • Schneidebrett Tragfläche groß: 35 x 23,5  x 1,5 Zentimeter, 25 Euro

Vom Baum zum Schneidebrett

In den kommenden Jahren entsteht auf dem ehemaligen Militärflughafen ein neuer Stadtteil zum Leben und Arbeiten. Ziel der ursprünglichen Planung war es, den Baumbestand auf dem Gelände weitestgehend zu erhalten. Da sich im Boden des Areals jedoch zahlreiche Munitionsreste – darunter auch Fliegerbomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg – befinden, musste der gesamte Boden metertief ausgehoben und durchgesiebt werden. Die Kampfmittelsondierung war ohne eine Schädigung der Bäume leider nicht möglich, ihre Rodung daher notwendig. Mit der Entstehung des Stadtteils Fliegerhorst werden neue Bäume angepflanzt und Grünflächen angelegt. Außerdem wird ein bewaldetes Gebiet, das nicht auf Kampfmittel untersucht wird und daher umzäunt bleibt, der natürlichen Entwicklung überlassen.

Auf das richtige Holz kommt es an

Im Winter 2018 entschied sich die Stadtverwaltung, aus den gefällten Bäumen Schneidebretter herzustellen. Ein Produkt für die Oldenburgerinnen und Oldenburger, das symbolisch für den geschichtsträchtigen Ort Fliegerhorst und dessen Wandel steht. Nicht alle Hölzer eignen sich für die Herstellung von Schneidebrettern. Ein Tischler der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg, die die Produktion übernahmen, riet zu Birkenholz. Es trocknet schnell, lässt sich gut verarbeiten und sieht schön aus. Im Februar 2019 erfolgte die Auswahl von geeigneten Birkenstämmen.

Etwas Geduld muss sein

Ein mobiles Sägewerk schnitt anschließend die Birkenstämme zu großen Brettern, die ungefähr zehn Monate trocknen mussten. Entsprechend gestapelt, lagerten die Bretter während der Zeit in einer offenen Halle auf dem Fliegerhorst-Gelände.

 

Echte Handwerksarbeit

Anfang 2020 war das Holz so weit getrocknet, dass es in der Tischlerei der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg in Sandkrug zu Brettchen verarbeitet werden konnte. Im März präsentierte Teamleiter Oltmann Brötje zufrieden die fertig zugeschnittenen Schneidebretter. Da sie aus vollem Birkenholz sind, konnte auf Leim verzichtet werden. Jedes Exemplar ist einzigartig in der Maserung und Struktur des Holzes. Ein unverwechselbares Unikat in limitierter Stückzahl.

Im nächsten Arbeitsschritt erfolgte die Aufbringung des Motivs mit einem elektrischen Brennstempel. Die Gravur informiert über die Baumart und das Jahr der Fällung. Der eingravierte  Schriftzug Tragfläche erinnert an die ursprüngliche Nutzung des Geländes als Flugplatz und weist auf die Nutzungsmöglichkeit des Produktes hin: Tragfläche für leckere Stullen und andere Köstlichkeiten.

Zum Schutz des Holzes wurden die Schneidebretter abschließend mit lebensmittelechtem Öl behandelt. Zur Pflege sollte das Brettchen regelmäßig geölt werden, zum Beispiel mit Oliven- oder Sonnenblumenöl.

Ein Gemeinschaftsprojekt

Fertig: Die 1.100 Schneidebretter sind zugeschnitten, gestempelt und geölt. Bereit also für süße und salzige Leckereien. Guten Appetit!

Damit aus den Fliegerhorst-Birken einzigartige Schneidebretter werden konnten, waren viele helfende Hände notwendig. Koordiniert wurde das Projekt vom Büro des Oberbürgermeisters. Tatkräftige Unterstützung gab es von den Kolleginnen und Kollegen des Amtes für Stadtgrünpflege. Sie stellten Fachwissen sowie technisches Gerät zur Verfügung. Auf dem Fliegerhorst-Gelände stand das Team des Projektes Fliegerhorst stets mit Rat und Tat zur Seite und bot die benötigte Infrastruktur. Das Pressebüro realisierte die Gestaltung zur Vermarktung der Brettchen und eine Kollegin des Rechtsamtes hatte die Idee zur Bezeichnung Tragfläche. Ein wichtiger Kooperationspartner im gesamten Herstellungsprozess waren die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. Neben der Produktion lieferten sie wichtiges Knowhow. Vielen Dank!