Coronavirus

Schulen und Kitas bis zum 19. April geschlossen

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind seit Montag, 16. März 2020, in der Stadt Oldenburg alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie Kindertagesstätten, Kinderhorte und Einrichtungen der Kindertagespflege bis einschließlich 19. April geschlossen – also noch über die planmäßigen Osterferien hinaus. Damit setzt die Stadt Oldenburg eine Weisung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung um. Schülerinnen und Schüler des aktuellen Abiturjahrgangs sollen etwas früher – am 15. April – an die Schulen zurückkehren.

Es soll in den Einrichtungen eine auf das absolut notwendige Maß begrenzte Notbetreuung in Kleingruppen für Kinder angeboten werden, deren Erziehungsberechtigte in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind. Hierzu zählen insbesondere folgende Berufsgruppen:

  • Beschäftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich und pflegerischen Bereich,
  • Beschäftigte zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen, inklusive der kommunalen Handlungsfähigkeit (Kommunalverwaltung),
  • Beschäftigte im Bereich der Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr,
  • Beschäftigte im Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche,
  • Beschäftigte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe,
  • Personal, das in Bereichen der Sozial- und Eingliederungshilfe tätig ist.

Zuzulassen zur Notbetreuung sind Kinder, wenn eine Erziehungsberechtigte oder ein Erziehungsberechtigter in einer der aufgeführten Berufsgruppen oder in einer weiteren kritischen Infrastruktur beschäftigt ist oder ein besonderer Härtefall vorliegt. Für eine Notbetreuung ist es ausreichend, wenn ein Elternteil (eine Person) im Bereich der kritischen Infrastruktur, insbesondere im Gesundheitsbereich tätig ist und ohne eine Notbetreuung an der Ausübung der erforderlichen Berufstätigkeit gehindert wäre. Die Öffnungszeiten der Notbetreuung sind den Bedarfen der Berufstätigkeit anzupassen.

Gegebenenfalls Einzelfalllösungen notwendig

Letztlich kann der betroffene Personenkreis nicht abschließend aufgeführt werden, so dass gegebenenfalls in Abstimmung zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer und der Kindertagesstätte beziehungsweise der Kindertagespflege eine Einzelfalllösung zu finden ist. Über die Aufnahme in die Notbetreuung entscheidet die jeweilige Kita-Einrichtungsleitung oder die Bereichsleitung Kindertagespflege im Fachdienst Kindertagesbetreuung der Stadt Oldenburg. Die Notgruppen sollen möglichst in der Kita-Einrichtung, der Tagespflege- beziehungsweise Großtagespflegestelle stattfinden, in der das Kind regulär betreut wird. In Kitas sind die Notgruppen so klein wie möglich (drei bis fünf Kinder) und räumlich getrennt voneinander zu gestalten. In der privaten Kindertagespflege sollen möglichst nicht mehr als zwei Kinder, in Großtagespflegestellen nicht mehr als fünf Kinder betreut werden. Auch bei Großtagespflegestellen ist eine räumliche Trennung der Notgruppen sicherzustellen.

Die betreuenden Kräfte dürfen mit den Notgruppen das Gelände der Kitas, das häusliche Umfeld von Kindertagespflegepersonen sowie das Grundstück der Großtagespflegestelle nicht verlassen.  

Die notwendigen Hygienemaßnahmen müssen besonders sensibel eingehalten werden.

Anträge auf Notbetreuung eines Kindes in Kitas und Kindertagespflege finden Sie hier zum Download

Die Schulen haben eigene Regelungen getroffen, die am jeweiligen Standort zu erfragen sind.

Auch Schulfahrten und ähnliche Schulveranstaltungen betroffen

Allgemeinverfügung zur Untersagung des Betriebes für alle Schulen

Der Betrieb an Schulen sowie die Durchführung aller Schulfahrten und ähnlicher Schulveranstaltungen von Schulen in Oldenburg werden anlässlich der Eindämmung der Atemwegserkrankung „COVID-19“ durch den Corona-Viruserreger SARS-CoV-2 untersagt.

Anordnungen zur Schließung von Kitas und weiteren Betreuungsangeboten

Im Zusammenhang mit den Maßnahmen zu einer verlangsamten Ausbreitung des Coronavirus hat die Stadt eine ganze Reihe von Anordnungen getroffen. Diese beziehen sich auf die Schließung von Kitas, die Untersagung der Betreuung in der Kindestagespflege und die Einstellung außerschulischer Angebote.

Hier die Anordnungen im Einzelnen:

Weitere Informationen

Hier finden Sie Auskünfte zum Umgang mit dem Coronavirus »

Wegen der vielen Fragen aus der Bevölkerung zum Thema Coronavirus hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das auch am Wochenende für Auskünfte zur Verfügung steht. Das Bürgertelefon im ServiceCenter ist unter 0441 235-4550 samstags und sonntags jeweils von 9 bis 16 Uhr sowie von montags bis freitags in der Zeit von 7 bis 18 Uhr erreichbar.