Vorkommen vor allem in Krusenbusch, Tweelbäke und Drielake

Stadt sagt Eichenprozessionsspinner den Kampf an

Der Eichenprozessionsspinner hat sich in diesem Jahr insbesondere im südöstlichen Stadtgebiet ausgebreitet. Der erste Befall wurde am 24. Juni 2021 entdeckt. Waren im vergangen Jahr nur drei Nester des Eichenprozessionsspinners im Westen und Süden der Stadt zu finden, so hat sich die Anzahl in diesem Jahr vervielfacht. Die städtischen Mitarbeiter haben in den letzten Tagen intensiv die städtischen, straßenbegleitenden Eichenbestände in dem Gebiet vom Tweelbäker See ausgehend bis zur Holler Landstraße begutachtet und an diversen Eichen Eichenprozessionsspinner-Vorkommen festgestellt. Die mechanische Bekämpfung erfolgt derzeit bereits durch einen Fachbetrieb.

Verdachtsfälle bitte melden

Ab Ende Juli bis Anfang September schlüpfen aus den Puppen die fertigen Nachtfalter, die im Umkreis von bis zu zwei Kilometern ihre Eier an mehreren Eichen ablegen. Für die Bekämpfung steht daher nur noch ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung. Um einer weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken und noch eine zeitnahe Bekämpfung zu ermöglichen, bittet die Stadt insbesondere in den Stadtteilen Krusenbusch, Tweelbäke und Drielake auf Eichenprozessionsspinner-Vorkommen zu achten und diese im Verdachtsfall unter den Rufnummern 0441 235-4444 (ServiceCenter) und 0441 235-2777 (Umwelttelefon) mitzuteilen.

Über den Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist eine in Deutschland heimische Schmetterlingsart. Sie hat sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt. Der Schmetterling ist eigentlich ein Pflanzenschädling, der befallene Eichen komplett kahl fressen kann. Die Raupen wandern abends als „Prozession“ vom Nest in die Baumkronen und fressen die Blätter. Im Morgengrauen kehren sie in ihre Nester zurück. Für Mensch und Tier schädlich sind die Brennhaare der Raupe, die starken Juckreiz auslösen oder auch die Atemwege reizen können. Es gilt grundsätzlich: Abstand halten und nicht berühren.