Oberbürgermeister Krogmann verurteilt „sinnlosen Anschlag“ – Tat am hellichten Tag

Gedenkwand am PFL mit antisemitischen Parolen beschmiert

Die Gedenkwand für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Oldenburg am PFL in der Peterstraße ist zum Ziel eines Anschlags geworden. Unbekannte haben Vorder- und Rückseite des Mahnmals mit antisemitischen Parolen beschmiert. Die Tat ereignete sich am Dienstag, 27. Juli 2021, mutmaßlich in der Zeit zwischen 11 und 13 Uhr.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zeigt sich schockiert: „Ich bin erschüttert über diese Tat, die das Gedenken an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus auf schändliche Weise beschmutzt. Ich verurteile diesen sinnlosen Anschlag aufs Schärfste.“ Für den Oberbürgermeister ist klar: „Wer auch immer dafür verantwortlich ist, muss wissen, dass unsere Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde unerschütterlich ist. Es wird niemals gelingen, die Erinnerung an die jüdischen Opfer zu unterdrücken“, betont Krogmann. „Wir werden nicht nachlassen, antisemitischem Gedankengut entgegenzutreten.“

Wand wird vorerst abgedeckt

Die Stadtverwaltung hat Anzeige erstattet. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen. Eine Fachfirma soll versuchen, die antisemitischen Schmierereien zu beseitigen. Vorerst soll die Gedenkwand abgedeckt werden.

Die 2013 eingeweihten und 2015 überarbeiteten Gedenktafeln halten die Erinnerung an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger Oldenburgs wach. 175 Namen ehemaliger jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Geburtsdatum, der Geburtsort, die letzte Wohnung sowie das Todesdatum beziehungsweise das Datum ihrer Deportation sind auf der Gedenkwand nachzulesen. Auf einem großen Stadtplan sind die letzten Wohnungen besonders gekennzeichnet.