Oberbürgermeister stimmt auf die nächsten fünf Jahre ein

Neuer Stadtrat nimmt die Arbeit auf

„Lassen Sie uns Oldenburgs Zukunft sichern.“ Mit diesem Appell stimmte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Montagabend, 1. November 2021, in der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrates die Ratsmitglieder auf die nächsten fünf Jahre ein. Für Krogmann, der bei der Kommunalwahl am 26. September in seinem Amt bestätigt wurde, war es der Start in die zweite Amtszeit.

Herausforderung Klimaschutz

Als große Herausforderung bezeichnete er in seiner „Antrittsrede“ » das Ziel, Oldenburg bis 2035 klimaneutral zu machen. „Es gibt keine sinnvolle Alternative zum konsequenten Klimaschutz. Das, was in unserer Hand liegt, müssen wir auch tun“, betonte der Oberbürgermeister.

Ganz oben auf der Agenda steht für Oldenburgs Stadtoberhaupt auch die Zukunft der Innenstadt. „Unsere City muss ein Ort des Erlebens und der Begegnung werden. Wir brauchen einen neuen Mix von Nutzungen: Leerstände bieten gute Chancen für Handwerkerinnen und Handwerker, Künstlerinnen und Künstler sowie für Kreative, vielleicht auch für die Universität oder gemeinnützige Nutzungen. Wir müssen die Innenstadt an vielen Punkten neu denken“, sagte Krogmann.

Große Chancen sieht der Oberbürgermeister für die nördliche Innenstadt, insbesondere durch das Grundstück des ehemaligen Finanzamts an der 91er Straße. Das Areal zu vertretbaren Bedingungen vom Land zu erhalten und eine zukunftsweisende Planung zu initiieren und umzusetzen, müsse das Ziel sein.
Weiterhin im Mittelpunkt von Krogmanns Arbeit werden der Ausbau der Schulen und Kindertagesstätten stehen. Zudem kündigte er eine Service-Offensive im Bereich der Bürgerdienste an: sowohl digital als auch vor Ort „von Mensch zu Mensch“.

„Mit vollster Überzeugung“

Als weitere Themen, die er auch künftig aus „vollster Überzeugung“ fördern wolle, nannte Krogmann die Gestaltung vitaler Stadtteile mit Angeboten für Begegnung und Austausch, das Vorhalten eines hervorragenden Kultur- und Sportangebotes, das Erzielen weiterer Fortschritte bei Integration und Inklusion, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und die Sicherung der Zukunft des Wissenschaftsstandortes Oldenburg. Die nötigen Ausgaben zu finanzieren, sei nur möglich, weil die Stadt über eine starke Wirtschaft verfügt, die für sprudelnde Steuereinnahmen sorgt, so der Oberbürgermeister. Aus der Erfahrung seiner – auch von der Bewältigung der Flüchtlingskrise und der Corona-Pandemie geprägten – ersten Amtszeit schränkte Krogmann aber ein: „Man kann sich viel vornehmen. Aber keiner kennt alle Herausforderungen der Zukunft.“

Tim Harms übernimmt Ratsvorsitz

Nach dem Ausblick des Oberbürgermeisters startete der Rat mit der Klärung wichtiger Personalien in die neue Amtsperiode. Einstimmig wurde Tim Harms (Bündnis 90/Die Grünen) zum Ratsvorsitzenden gewählt. Der 27-Jährige meisterte die Auftaktsitzung mit Bravour.

Den stellvertretenden Ratsvorsitz teilen sich Bernhard Ellberg (SPD) und Esther Niewerth-Baumann (CDU) – beide erhielten ebenfalls ein einstimmiges Votum.

Bürgermeisterinnen-Trio einstimmig gewählt

Als neue ehrenamtliche Stellvertreterinnen des Oberbürgermeisters fungieren künftig Christine Wolff (Bündnis 90/Die Grünen), Nicole Piechotta (SPD) und Petra Averbeck (CDU) – auch das Bürgermeisterinnen-Trio wurde einmütig vom Rat gewählt.

Losentscheid

Dem Verwaltungsausschuss gehören künftig neben dem Oberbürgermeister an: Rita Schilling, Gabriel Oliver Rohde und Christine Wolff (alle Bündnis 90/Die Grünen), Bernhard Ellberg, Nicole Piechotta und Ulf Prange (alle SPD), Petra Averbeck und Esther Niewerth-Baumann (beide CDU) sowie Holger Onken (Gruppe Die Linke/Piraten). Der zehnte Sitz wurde der Gruppe FDP/Volt zuerkannt – die Grünen hatten im Losentscheid das Nachsehen. Christiane Ratjen-Damerau übernimmt das Mandat für die Gruppe FDP/Volt.