Oldenburg im „Club der Agenda 2030 Kommunen“ – Anerkennungsurkunde erhalten

Wie die Stadt zum „Weltzukunftsvertrag“ beiträgt

Oldenburg zählt zu den 115 Städten, Landkreisen und Gemeinden (Stand Mai 2019), die deutschlandweit die Musterresolution „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten” unterzeichnet haben. Die Stadt bekennt sich damit zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele – der sogenannten SDGs (Sustainable Development Goals). Beim Vernetzungstreffen „Club der Agenda 2030 Kommunen“, das am 2. und 3. Mai 2019 in Bonn stattgefunden hat, überreichte Dr. Doris Witteler-Stiepelmann vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) der Stadt Oldenburg die Anerkennungsurkunde zur Unterzeichnung der Musterresolution.

„Wir unterstützen die Agenda 2030 bereits auf lokaler Ebene, so zum Beispiel in einem aktuellen Projekt mit unserer Partnerkommune Buffalo City Metro in Südafrika zum Gewässerschutz, in der kommunalen Entwicklungspolitik, durch die Untersuchung unserer eigenen Beschaffung und Unterstützung des Fairtrade-Town-Prozesses in Oldenburg“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Für beide Projekte konnten erfolgreich Fördermittel über das Angebot der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des BMZ eingeworben werden.

Umsetzung gemeinsam mit Kommunen
„Die Agenda 2030 und ihre 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung sind ein globaler Weltzukunftsvertrag. Die Umsetzung der Agenda 2030 kann nur gemeinsam mit den Kommunen gelingen, denn Themen wie Mobilität, Umweltschutz, Bildung und nachhaltiger Konsum/faire Beschaffung, sind vor Ort in den Kommunen relevant“, erklärte Dr. Doris Witteler-Stiepelmann. „Weltweit stehen Kommunen vor vergleichbaren Herausforderungen. Bei individueller Suche nach Lösungen sind sie untereinander die besten Ratgeber. Deutsche Kommunen sind sich ihrer globaler Verantwortung bewusst: Denn lokales Handeln hat globale Auswirkungen. Mit der Unterzeichnung der Musterresolution setzt Oldenburg ein deutliches Zeichen für ein nachhaltiges Engagement“, lobte die Leiterin des Referats Länder und Kommunen im BMZ.

Das Programm des Vernetzungstreffens bot neben der Möglichkeit für einen Austausch mit anderen Zeichnungskommunen auch fachliche Anregungen durch Vorträge hochrangiger Referentinnen und Referenten, Themenforen zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 und verschiedene Diskussionsrunden. Ann-Kathrin Bromund und Frank Hinrichs aus dem Büro des Oberbürgermeisters nutzten ihre Teilnahme zum Informations- und Erfahrungsaustausch mit anderen Zeichnungskommunen auch im Hinblick auf die Arbeit für einen Nachhaltigkeitsbericht, den die Stadt Oldenburg derzeit im Rahmen eines niedersächsischen Gemeinschaftsprojektes als eine von zwölf Modellkommunen erarbeitet.