Investition in touristisches Wachstumssegment

Oberbürgermeister Krogmann eröffnet Anleger für Fahrgastschiffe

Kreuzfahrten sind einer der am stärksten wachsenden Bereiche im Reisetourismus. Das gilt nicht nur für die großen Seekreuzfahrten, sondern auch für Flusskreuzfahrten. An diesem Trend will Oldenburg in Zukunft stärker teilhaben. Die Stadt hat deshalb einen Anleger für Fahrgastschiffe gebaut, an dem bis zu 40 Schiffe pro Jahr festmachen werden.

„Oldenburg hat unbestritten eine maritime Tradition, die wir nun weiter ausbauen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Wir haben zuletzt den Innenstadthafen am Stau neu gestaltet, nun eröffnen wir den Anleger für Fahrgastschiffe und auch die Umschlagszahlen im Hafen sind stabil oder leicht steigend. Insgesamt ist der Hafenbereich ein wichtiger wirtschaftlicher und touristischer Magnet für Oldenburg“, so Krogmann.

„MS Frederic Chopin“ legt als erstes an
Die Baustelle wurde Ende Februar 2019 eingerichtet, der Anleger wurde nach nur wenigen Monaten Bauzeit fertiggestellt. Bis Oktober erfolgt noch die Montage eines barrierefreien Lifts. Das erste Schiff, das nach Oldenburg kommt, ist die „MS Frederic Chopin“, die regelmäßig die Strecke Amsterdam – Berlin fährt. An Bord sind etwa 80 Passagiere und 20 Besatzungsmitglieder. „In diesem Jahr erwarten wir noch 22 Schiffe, die am neuen Anleger festmachen. Bereits in Vorbereitung ist der Liegeplan für 2020, dann erwarten wir etwa 40 Schiffe“, sagt Betriebsleiter Christian Behrendt.

Erweiterung des Schiffverkehrs in Oldenburg
Aufgrund des neuen Anlegers erhofft sich die Stadt aber eine Erweiterung des Schiffsverkehrs in Oldenburg. Der Standort des neuen schwimmenden Anlegers ist das nördliche Ufer des alten Stadthafens und bietet die verkehrstechnisch günstigste Anbindung.

Die Baukosten betragen circa 620.000 Euro netto. Die endgültige Summe steht erst nach Erhalt der Schlussrechnung fest. Daneben sind Planungskosten und Ingenieurskosten entstanden. Die Gesamtkosten für den Anleger liegen voraussichtlich unterhalb der veranschlagten Summe von 800.000 Euro.