Kleine und mittlere Unternehmen profitieren

Unternehmen und Wirtschaftsstandort profitieren von einer nachhaltigen Wirtschaftsförderung

Ein Investitionsvolumen von knapp 2,5 Millionen Euro konnte die städtische Wirtschaftsförderung in den vergangenen zwei Jahren mit ihren Zuschüssen für Oldenburger Unternehmen und Gründungswillige aktvieren. Davon circa 1,6 Millionen Euro allein in 2018. Wirtschaftsförderung zahlt sich damit aus. „Jedes Unternehmen, das Geld in die Hand nimmt und Arbeitsplätze schafft, sollte sich an die Wirtschaftsförderung wenden“, lautet daher der Rat von Ralph Wilken, Amtsleiter der Wirtschaftsförderung Stadt Oldenburg.

Kleine und mittlere Unternehmen profitieren
14 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) konnten in 2018 und 2017 von den städtischen Zuschüssen profitieren. Auch für 29 Gründungsideen kam in diesem Zeitraum ein positiver Zuschussbescheid der Wirtschaftsförderung. Mit einem Bewilligungsvolumen von insgesamt knapp über 305.000 Euro übersteigt das aktivierte Investitionsvolumen damit die städtischen Förderungen um ein Vielfaches. Nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Oldenburg zahlen sich die städtischen Zuschüsse aus: 89 Arbeitsplätze wurden durch die Investitionsvorhaben neu geschaffen.

Damit ist ein wesentliches Ziel der städtischen Förderungsmaßnahmen erreicht: die Sicherung und Neuschaffung von Arbeitsplätzen am Standort Oldenburg. „Mit unserer Arbeit wollen wir den Wirtschaftskreislauf in unserer Stadt ankurbeln und beleben“, erklärt Ralph Wilken weiter. Hierzu hält die Wirtschaftsförderung unterschiedliche Instrumente bereit, mit denen eine Unternehmensentwicklung von Beginn an und kontinuierlich begleitet und unterstützt wird. Angefangen bei der Unterstützung von Gründerinnen und Gründern: Bis zum 12. Monat nach dem Gründungsdatum ihres Unternehmens können diese noch einen Gründungszuschuss erhalten. Voraussetzung: die geplante Betriebsstätte befindet sich in Oldenburg und die geplante Investition umfasst mindesten 1.000 Euro. Gefördert werden Gründungs- und Beratungskosten (maximal 90 Prozent, maximal 550 Euro) sowie materielle und immaterielle Investitionen (50 Prozent/2.500 Euro). Pro Haushaltsjahr steht eine Gesamtfördersumme von bis zu 30.000 Euro zur Verfügung.

Einzelbetriebliche Förderung
Für bestehende KMU hält die Wirtschaftsförderung eine einzelbetriebliche Förderung bereit, bei der kleine Unternehmen zwischen 10 und 15 Prozent der Investitionsausgaben und mittlere Unternehmen bis 249 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwischen 5 und 7,5 Prozent der Investitionsausgaben erhalten können. Der maximale Zuschuss für KMU liegt jeweils immer bei 50.000 Euro. Voraussetzung ist auch hier, dass die Betriebsstätte bereits in Oldenburg liegt oder hier am Standort geplant ist. Zudem müssen KMU mindestens 10.000 Euro investieren wollen und neue Arbeitsplätze schaffen. Pro Haushaltsjahr stehen insgesamt 200.000 Euro als Gesamtfördersumme zur Verfügung.

„Unser Anspruch ist es, die Unternehmen so zu beraten, dass die bestmögliche Förderung und Unterstützung für sie herauskommt,“ so Wilken. Die Wirtschaftsförderung informiert daher auch über Förderangebote Dritter, wie zum Beispiel der NBank, und begleitet die Unternehmer auch zu Gesprächen. Und sie unterstützt im Rahmen der Innovationsberatung mit Hilfe eines externen Beratungsbüros bei der Akquisition von Fördermitteln des Landes Niedersachsen, des Bundes sowie der Europäischen Union. Seit 2018 wurden bereits 21 Oldenburger Unternehmen erfolgreich bei der Fördermittelakquise begleitet

Unterstützung bei Erweiterungsplänen
Über das Gewerbeflächenmanagement und den Immobilienservice bietet die Wirtschaftsförderung passende Dienstleistungen für Unternehmen mit Erweiterungsabsichten. Seit 2012 hat die Wirtschaftsförderung 86 städtische Flächen mit einer Gesamtgröße von 30,4 Hektar veräußert. Im Durchschnitt sind dies 4,3 Hektar jährlich. Damit konnten am Standort Oldenburg mehrere hundert Arbeitsplätze gesichert beziehungsweise neu geschaffen werden. Mit dem kürzlich vom Rat verabschiedeten Gewerbeflächenentwicklungskonzept hat die Wirtschaftsförderung eine Grundlage für den zukünftigen Flächenbedarf erarbeitet.

Beispiel aus der Praxis
Für die Unternehmen und den Standort Oldenburg zahlt sich die Arbeit der Wirtschaftsförderung damit nicht nur finanziell aus. Insbesondere über das Angebot des „Projektmanagements bei gewerblichen Bauvorhaben“ lohnt sich für Unternehmen der enge Kontakt zur Wirtschaftsförderung. Zum Beispiel wie aktuell bei der Firma Osterhues Haustechnik.

„Die städtische Unterstützung, insbesondere bei der Vorbereitung des Bauvorhabens und in der Begleitung des Baugenehmigungsverfahrens hat uns überzeugt. Diese Dienstleistung hätte ich so nicht erwartet und war für mich neu“, äußert Ahmet Düman, Geschäftsführer bei Osterhues Haustechnik und verantwortlich für das Bauvorhaben, seine große Zufriedenheit. „Der Neubau für das Unternehmen, das mittlerweile circa 80 Fachkräfte im Bereich der Haus- und Industrietechnik beschäftigt, wird im August 2019 bezogen werden.“

Werner Osterhues, Gründer und Gesellschafter des Unternehmens, ergänzt: „Das passende Grundstücksangebot und die guten Rahmenbedingungen waren für uns entscheidend, so schaffen wir die Voraussetzungen für die weitere Expansion am Standort Oldenburg und geben der nachfolgenden Generation optimale Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Unternehmens.“