Weiterhin jahrgangsbezogener Unterricht von Klasse 5 bis 10

Oberschule Alexanderstraße steht für intensiven Schulentwicklungsprozess

Die Entscheidung ist gefallen: Die Oberschule Alexanderstraße wird ihre Schülerinnen und Schüler weiterhin unabhängig vom Leistungsstand in gemeinsamen Klassen unterrichten. Die Oberschule hatte sich bereits bei ihrer Gründung vor etwa zehn Jahren bewusst für die jahrgangsbezogene Arbeit ausgesprochen.

Dieser wichtigen Bestätigung der bisherigen pädagogischen Arbeit ist ein intensiver Schulentwicklungsprozess vorausgegangen. Gemeinsam mit Lehrkräften, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern wurde die Frage über fast zwei Jahre diskutiert. Das bestehende System des jahrgangsbezogenen Unterrichts arbeitet nach Ansicht einer deutlichen Mehrheit der Beteiligten erfolgreich und soll bestehen bleiben. Dafür sprachen sich der Schulelternrat, die Schülerschaft, der Großteil des Kollegiums und die Schulleitung aus.

Auch wenn es keine strukturelle Veränderung gibt, bewertet Schulleiter Hartmut Denker den Prozess als äußerst produktiv: „Wir haben die Stärken und Schwächen unseres Systems gründlich analysiert und wissen nun, wo wir noch Optimierungsbedarf haben. Daran wird in den nächsten Jahren weiter intensiv gearbeitet.“

Besondere Bedeutung hat die aktuelle Entscheidung auch vor dem Hintergrund größerer Bauvorhaben. Die Oberschule Alexanderstraße wird in den nächsten Jahren gründlich saniert und erhält einen Neubau. Sie wird dabei von der Stadt Oldenburg eng in die Bauplanungen einbezogen. Nicole Kersten, didaktische Leiterin der Schule, freut sich darauf: „Wir können nun durch die Baumaßnahmen unser Konzept der jahrgangsbezogenen Arbeit prima räumlich abbilden. Den Kindern und Jugendlichen können wir im Unterricht so viel gerechter werden.“

Sozialdezernentin Dagmar Sachse meint dazu: „Wir investieren in den nächsten Jahren sehr stark in die räumliche Ausstattung der Oberschulen und es ist gut, dass sich die Oberschule Alexanderstraße auf diesen Weg gemacht hat. Erfolgreiche Schule kann vor allem dann gelingen, wenn gute pädagogische Konzepte auf gute organisatorische Rahmenbedingungen treffen. Da arbeiten Schulen und Stadt Oldenburg Hand in Hand.“

Die jahrgangsbezogene Arbeit ist eine von zwei möglichen Organisationsformen einer Oberschule: Arbeitet sie jahrgangsbezogen, werden alle Schülerinnen und Schüler unabhängig vom Leistungsniveau in den gleichen Klassen unterrichtet. Arbeitet sie in Schulzweigen, werden die Schülerinnen und Schüler in einem Realschulzweig und einem Hauptschulzweig beschult.